Von Kranzrind und Galtvieh

SWP 10.09.2012

Der traditionelle Viehscheid zählt für die Bergbauern im Allgäu zu den wichtigsten Terminen im Jahr. Bevor in den Bergen der Herbst mit Unwettern und Schnee beginnt, werden die Rinder nach etwa 100 Tagen von den Alpen - also den Bergweiden - ins Tal getrieben und an ihre Besitzer übergeben. Die wichtigsten Viehscheid-Begriffe im Überblick:

- Kranzrind: Das mit Zweigen, Bergblumen und Spiegeln festlich geschmückte Rind führt beim Alpabtrieb die Herde an, wenn während des Sommers keine Viehverluste zu beklagen waren.

- Scheidplatz: An diesem meist außerhalb des Ortes gelegenen Platz werden die Herden wieder getrennt und die Tiere an ihre Besitzer gegeben. Dies ist die Aufgabe des Hirten, der sein Vieh kennt. Von dieser Rückgabe der einzelnen Tiere kommt der Name Viehscheid.

- Schumpen und Galtvieh: Gelegentlich werden die Tiere unterschieden in Schumpen, das weibliche Jungvieh, und Galtvieh, die Kühe, die noch keine Milch geben. dpa

Themen in diesem Artikel