Die Booster-Impfung ist in Deutschland in vollem Gange. Fast die Hälfte aller Deutschen hat sich bereits die dritte Spritze gegen das Coronavirus geholt. Sie gilt als Auffrischimpfung. Vollständig geimpft ist man bei den gängigen mRNA-Impfstoffen aktuell bereits zwei Wochen nach der zweiten Impfung gegen das Coronavirus. Allerdings sind die Impfstoffe gegen die sich ausbreitende Omikron-Variante weniger wirksam. Immer wieder ändern sich die aktuellen Corona-Regeln. Im Überblick:
  • Wann gilt man als vollständig geimpft?
  • Hat man erst nach der Booster-Impfung den vollen Impfschutz?
  • Wie lange gilt der Impfstatus „geimpft“? Ein Jahr, sechs oder neun Monate?
  • Was wurde bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Freitag, 07.01.22, besprochen?

Zweite Corona-Impfung oder Booster: Ab wann gilt man als vollständig geimpft?

In Deutschland gilt man ab zwei Wochen (14 Tage), nachdem man die zweite Impfdosis mit Biontech/Pfizer oder Moderna erhalten hat, als „vollständig geimpft“. Bei Johnson und Johnson erhält man diesen Impfstatus schon eine Woche nachdem man einmal geimpft wurde, allerdings wird eine rasche Booster-Impfung danach dringend empfohlen, um ausreichend geschützt zu sein. Die besonders ansteckende Virusvariante Omikron breitet sind aktuell aus, die den Impfschutz nach nur zwei Impfungen – egal mit welchem mRNA-Impfstoff – besser umgehen kann.

Vollständige Impfung bald erst nach dem Booster?

In vielen Ländern, auch in den USA und in Deutschland, wird aktuell diskutiert: Ist es sinnvoll, den Status „vollständig geimpft“ erst nach der dritten Impfung zu vergeben? Gesundheitsminister Karl Lauterbach sagt mittlerweile, die Impfung sei nur abgeschlossen, wenn man dreimal geimpft wurde. Denn der Immunschutz lässt mit der Zeit nach und die in der EU zugelassenen Impfstoffe sind gegen verschiedene Virusvarianten unterschiedlich wirksam. Gegen Omikron wird von einer verminderten Wirksamkeit ausgegangen.

Wie lange gilt der Impfstatus „geimpft“? – Bald nur noch 6 statt 9 Monate?

In der EU ist es bereits beschlossene Sache: Impfzertifikate und QR-Codes werden künftig neun Monate nach der Grund­immunisierung ungültig. Danach gilt man ohne Booster-Impfung nicht mehr als vollständig geimpft. Die Entscheidung tritt am 01.02.2022 in Kraft. Das teilte die EU‑Kommission bereits Ende des Jahres 2021 mit. In den meisten Bundesländern in Deutschland gilt der Impfstatus dann zwei Wochen nach der Auffrischungsimpfung wieder als „vollständig geimpft“.
Derweil geht man in Österreich einen Schritt weiter: Ab dem 1. Februar 2022 wird der Impfnachweis (in Österreich der „Grüne Pass“) nur noch sechs Monate gültig sein. Vermutlich wird das bedeuten, dass man sich in Österreich alle sechs Monate gegen Corona impfen lassen muss.

Genesen und vollständig geimpft: Wann gilt man als geboostert?

Als genesen gelten Personen, die nachweislich mit einem PCR-Test positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Die Testung muss in den vergangenen 28 Tagen bis 6 Monaten erfolgt sein. Die Dokumentation des Tests ist der Nachweis. Bereits ab drei Monaten nach der überstandenen Infektion ist für Genesene eine Corona-Impfung möglich. Dann gelten sie als vollständig geimpft. Offiziell wird auch ihnen dann nach spätestens sechs Monaten eine Auffrischung (Booster) spätestens nach sechs Monaten empfohlen. Als „geboostert“ gelten Genesene also mit zwei Impfungen plus Infektion. In der Covpass- und Coronawarn-App führt das aber zu Problemen: Der Status wird nicht korrekt angezeigt.

Ob 2G oder 3G plus: Neue Version der Corona-Warn-App zeigt Status an

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes ist in einer neuen Version in der Lage, gültige Impf- oder Genesenenzertifikate sowie einen digitalen Testnachweis in einen Gesamtstatus zusammenzufassen. Das teilten die Betreiber der App, die SAP und Deutsche Telekom, in einem Blogeintrag mit. Die Version 2.16.1 war am Dienstagvormittag bereits im App-Store von Apple für das iPhone verfügbar. Für Android-Smartphones soll die Version bis zum Mittwochabend zur Verfügung stehen.
Damit die unterschiedlichen Zertifikate richtig zu einem Gesamtstatus zusammengefasst werden können, müssen die Details der Nachweise übereinstimmen. Das betrifft Daten wie das Geburtsdatum, sämtliche Vornamen und die Schreibweise des Namens. In der App werden dann vier verschiedene Kombi-Anzeigen dargestellt: „2G“, „2G+“, „3G“ und „3G+“.