Müslriegel Müsli-Riegel sind ein Milliardengeschäft

Müsliriegel: Beliebt, aber zuckerhaltig.
Müsliriegel: Beliebt, aber zuckerhaltig. © Foto: dpa
Ulm / Harald John 14.01.2018
Müsli-Riegel boomen: In zwölf großen europäischen Ländern haben die Umsätze um sieben Prozent auf 6,5 Milliarden Euro zugelegt.

Da wo mein Müsli dampft, bin ich ganz unverkrampft“, kalauerte einst Kabarettist Wolfgang Neuss mit Blick auf die ersten Ökos. Mittlerweile hat der To-Go-Trend auch die Liebhaber des gepflegten Haselnuss-Buchweizenflocken-Cranberry-Mixes erfasst, verpresstes Müsli in Riegelform steckt in Schulranzen und Wanderrucksäcken. Kein Wunder, dass die Lobby der Süßwarenhersteller, die sich unbescheiden „Sweets Global Network“ nennt, einen deutlichen Anstieg beim Konsum von Energieregeln meldet.

In zwölf großen europäischen Ländern haben die Umsätze allein mit Mobil-Müsli zuletzt um rund sieben Prozent auf 6,5 Milliarden Euro zugelegt, die vermeintlich gesunde Alternative für den kleinen Hunger zwischendurch hat schon einen Anteil von zwölf Prozent am gesamten Süßwaren- und Snackmarkt.

Ob Riegel, Bar oder Flapjack – alle werben sie damit, wie einst Mars verbrauchte Energie zurückzubringen. Wäre da nur nicht der viele Zucker, die künstlichen Aromastoffe und die einfache Tatsache, dass Kohlenhydrate zwar kurzfristig Energie liefern, aber schnell wieder  hungrig machen.

Wenn die Zeiten schon traurig sind, müssen halt Schoko & Co. für glückliche Momente sorgen. Und so melden die Hersteller auch einen Boom bei Adventskalendern. Der Trend ist klar: Hinter jedem Türchen steckt bald ein gesundes Riegelchen. Hauptsache, es geht umsatzmäßig voll auf die Nuss.