Mössingen Vogelschützer päppeln Rotmilan auf

Vor strahlend blauem Himmel zieht ein Rotmilan seine Kreise. Foto: Boris Roessler/Archiv
Vor strahlend blauem Himmel zieht ein Rotmilan seine Kreise. Foto: Boris Roessler/Archiv © Foto: Boris Roessler
Mössingen / DPA 19.07.2018

Ein junger Rotmilan ist im Vogelschutzzentrum Mössingen (Kreis Tübingen) aufgepäppelt worden und soll kommende Woche in die Freiheit entlassen werden. Wie der Naturschutzbund (Nabu) Baden-Württemberg am Donnerstag mitteilte, hatte eine Landwirtin den jungen Greifvogel Mitte Juni unverletzt am Rande eine Wiese bei Langenenslingen (Kreis Biberach) gefunden. Vermutlich war er aus dem elterlichen Nest gefallen, noch bevor er richtig fliegen konnte. „Das Jungtier war dünn, voller Parasiten und völlig erschöpft“, sagte eine Nabu-Sprecherin. Im Nabu-Vogelschutzzentrum in Mössingen kümmerten sich Vogelschützer sechs Wochen lang um das Tier.

In Baden-Württemberg leben laut Nabu nur etwas mehr als 3000 Rotmilan-Brutpaare - rund 15 Prozent des gesamtdeutschen Bestandes. Der Rotmilan ist vor allem durch intensive Landwirtschaft und den Einsatz von Pestiziden gefährdet. Sein rotes bis bräunliches Federkleid gibt dem Greifvogel seinen Namen. Der Rotmilan ist mit seinen 65 Zentimetern etwas größer als ein Mäusebussard. Vogelfreunde erkennen ihn an einem besonderen Kennzeichen - seinem gegabelten, rostroten Schwanz. Im Volksmund ist er daher auch als „Gabelweihe“ bekannt.

Nabu zum Rotmilan

Deutsche Wildtierstiftung zum Rotmilan

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