Glosse Vibrationen um Han Solo

Die Darstellung einer Galaxie – ob es sie gibt oder nicht, schön anzusehen ist sie auf jeden Fall.
Die Darstellung einer Galaxie – ob es sie gibt oder nicht, schön anzusehen ist sie auf jeden Fall. © Foto: ©Thanapol.S/Shutterstock.com
Berlin / M. Bremer 04.09.2018

Glauben Sie an Leben im All? Wollten Sie schon immer Astronaut werden? Selbst wenn Sie jetzt beides mit „Nein“ beantworten, wird Sie ein Mann namens Cumrun Vafa bitter enttäuschen. Es gebe kein Weltall, sagt der renommierte Harvard-Physiker und will das berechnet haben.

Das klingt nach einer Verschwörungstheorie, und zwar nach einer der übelsten Sorte. Was ist mit Captain Kirk und Mr. Spock? Han Solo, Chewbacca, E.T. und Alf? Klingonen und Togrutern? Ganz genau, sie sind realer Beweis für die Existenz des Universums, genauso wie Luke Skywalker und Darth Vader. Hat sich Herr Vafa da mal Gedanken drüber gemacht?

Berlins Bürgermeister Michael Müller weiß, dass Physiker sich auch mal irren können, das liegt vielleicht an Sonnenmangel und Isolation. Müller glaubt an das Leben im All, wie er jüngst zu Kinderreportern sagte. Er outete sich als heimlicher Fan des Serien-Senders Netflix und sprach über seinen großen Kindheitstraum, Astronaut zu werden.

Zur Verteidigung des üblen Leugners: Vafa bestreitet nur einen Teil des Universums, weil es aus vibrierenden Mikrofäden, den „Strings“, statt aus Teilchen entstehen und demzufolge multidimensional sein soll. Okay, dem nerdigen Harvard-Physiker sei nochmal verziehen. Auch wenn vibrierende Fäden nicht viel plausibler als Han Solo klingen. Lieber Herr Vafa, schauen Sie bitte mehr Netflix!

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