Aufgrund des schlechten Wetters konnte die Suche nach dem verletzten Mann aus Niedersachsen am Montagmorgen zunächst noch nicht fortgesetzt werden, wie das Bayerische Rote Kreuz mitteilte. Sobald die Witterung es zulasse, wolle man erneut mit einem Hubschrauber und einem Ortungssystem versuchen, das Handy des 24-Jährigen ausfindig zu machen.
Der Mann war am Samstag bei Schneefall in Ramsau bei Berchtesgaden zu einer hochalpinen Tour aufgebrochen. Bei einem Sturz auf etwa 2500 Höhenmetern brach er sich beide Arme und zog sich Kopfverletzungen zu, wie es weiter hieß. Er konnte die Einsatzkräfte selbst alarmieren. Vier Bergretter wurden mit einem Rettungshubschrauber in das Ofental geflogen, weitere Einsatzkräfte wurden wegen des immer schlechter werdenden Wetters mit Autos hochgefahren.
Die Einsatzkräfte telefonierten am Samstag mehrmals mit dem 24-Jährigen. Er wusste den Angaben zufolge nicht, wo genau er ist, und fror im Schneesturm. Zu dem Zeitpunkt war bereits ein halber Meter Schnee gefallen. Bei einem letzten Telefonat am späten Samstagabend sagte der 24-Jährige, er sei nicht in der Lage, bis zum Grat aufzusteigen - so hätten die Retter vermutlich bessere Chancen, ihn zu finden. 33 Bergretter sowie eine Wärmebilddrohne und drei Hubschrauber waren am Samstag im Einsatz. Auch am Sonntag blieb die Suche, erschwert durch das Wetter, erfolglos.

Bergsteigen ist eine riskante Aktivität

Bergsteigen kann ein gefährliches Hobby sein. Im Mai bestieg Martin Stoschek den höchsten Berg der Erde, den Mount Everest. Im Pechfall hätten sein fünf Tage dauernder, zutiefst anstrengender Aufstieg und Temperaturen unter minus 29 Grad Celsius auch tödlich enden können. Umso überwältigender waren seine Glücksgefühle, als er es geschafft hatte.
Tragisch hingegen ging eine Bergtour für einen Nürtinger aus, der 1990 in den Walliser Alpen verschwand. Erst kürzlich konnte nämlich sein Schicksal zweifelsfrei geklärt werden. 2022 gab der Gletscher menschliche Überreste frei, die dem damals 27-Jährigen zugewiesen werden konnten.