Sieben Opfer Vergewaltigungen im Ruhrgebiet: Anklage gegen Verdächtige

Polizeiwagen stehen vor der Polizeiwache Süd in Gelsenkirchen. Foto: Roland Weihrauch/Illustration
Polizeiwagen stehen vor der Polizeiwache Süd in Gelsenkirchen. Foto: Roland Weihrauch/Illustration © Foto: Roland Weihrauch
Essen / DPA 03.05.2018

In einem Fall von Vergewaltigungen mehrerer Schülerinnen im Ruhrgebiet hat die Staatsanwaltschaft Essen Anklage gegen fünf Tatverdächtige erhoben.

Die Anklage gegen die Deutschen im Alter zwischen 16 und 23 Jahren sei bei der Jugendkammer des Essener Landgerichts eingereicht worden, sagte Oberstaatsanwältin Anette Milk. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet. Nach Worten von Milk laufen die Ermittlungen weiter. Es gebe Anhaltspunkte, dass es weitere Täter und Opfer gebe.

Den mutmaßlichen Tätern aus Gelsenkirchen, Essen und Wuppertal wird Vergewaltigung in sieben Fällen vorgeworfen. In drei Fällen sei es beim Versuch geblieben. Bei den sieben Opfern handele es sich um „sehr junge Frauen“, sagte Milk. Die Schülerinnen sollen zum Tatzeitpunkt über 14 Jahre alt gewesen sein. Vier der Tatverdächtigen sitzen in Untersuchungshaft. Gegen den 16-Jährigen gab es aus Altersgründen keinen Haftbefehl.

Die Tatverdächtigen sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft über soziale Netzwerke oder Bekannte Kontakt zu den Schülerinnen aufgenommen haben. Zunächst habe sich ein Mitglied der Gruppe mit einem Mädchen getroffen. Dann seien weitere junge Männer dazugekommen. Mit einem Auto sei man gemeinsam durch die Stadt gefahren und habe dem Mädchen das Handy abgenommen, bevor es an entlegenen Orten zu den Sexualstraftaten gekommen sei.

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