Freiburg Urteil im Missbrauchsprozess Freiburg

Urteil um Missbrauchsprozess in Freiburg verkündet. Foto: Patrick Seeger/Archiv
Urteil um Missbrauchsprozess in Freiburg verkündet. Foto: Patrick Seeger/Archiv © Foto: Patrick Seeger
Freiburg / DPA 16.05.2018

Im Prozess um den jahrelangen Missbrauch eines Kindes bei Freiburg will das Landgericht heute das Urteil verkünden. Hierzu seien Publikum und Presse zugelassen, sagte der Vorsitzende Richter Stefan Bürgelin. Die Plädoyers wurden am Dienstag hinter verschlossenen Türen gehalten. Als Grund nannte das Gericht Persönlichkeitsrechte des Angeklagten.

Die Staatsanwältin forderte nach eigenen Angaben zwölf Jahre Haft und anschließende Sicherungsverwahrung, der Verteidiger vier Jahre Haft ohne Sicherungsverwahrung. Die Anwältin der Nebenklage, die das Opfer vertritt, plädierte auf elf Jahre Gefängnis, Sicherungsverwahrung und 12 500 Euro Schmerzensgeld für den Jungen.

Angeklagt ist ein 50 Jahre alte Soldat der Bundeswehr. Der Deutsche hat gestanden, den aus Staufen stammenden Jungen im vergangenen Jahr zweimal vergewaltigt und dafür Geld gezahlt zu haben (Az.: 6 KLs 160 Js 30350/17).

Der Junge war mehr als zwei Jahre lang in Internet angeboten und Männern gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen worden. Es ist in Freiburg der zweite von mehreren Prozessen, weitere folgen. In dem Missbrauchsfall gibt es insgesamt acht Verdächtige.

Pressemitteilungen des Gerichts zu den Prozessen

Pressemitteilung der Polizei vom 11.1.

Zweite Pressemitteilung der Polizei vom 11.1.

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