Freiburg Urteil im Freiburger Missbrauchsprozess erwartet

Im Freiburger Prozess um die Verbrechen an einem vielfach missbrauchten Jungen wird das Urteil gegen seine Mutter und ihren Lebensgefährten erwartet.
Im Freiburger Prozess um die Verbrechen an einem vielfach missbrauchten Jungen wird das Urteil gegen seine Mutter und ihren Lebensgefährten erwartet. © Foto: Patrick Seeger/dpa
Freiburg / dpa 07.08.2018
Im Freiburger Prozess um die Verbrechen an einem vielfach missbrauchten Jungen wird heute das Urteil gegen seine Mutter und ihren Lebensgefährten erwartet.

Im Freiburger Prozess um die Verbrechen an einem vielfach missbrauchten Jungen wird am Dienstag (9.30) das Urteil gegen seine Mutter und ihren Lebensgefährten erwartet. Die beiden stehen seit Juni gemeinsam wegen Vergewaltigung, Missbrauch sowie Zwangsprostitution vor Gericht.

Die Verbrechen lösten bundesweit Entsetzen aus, weil der heute Zehnjährige nicht nur von seiner 48 Jahre alten Mutter und ihrem 39-jährigen, einschlägig vorbestraften Partner mehr als zwei Jahre vergewaltigt und misshandelt wurde. Das Paar aus Staufen bei Freiburg bot das Kind laut Anklage auch im Internet an und verkaufte es an Freier aus dem In- und Ausland. Die aktive Beteiligung der Frau bei den Straftaten an ihrem eigenen Kind gilt als ungewöhnlich.

Die Staatsanwaltschaft hatte vierzehneinhalb Jahre Gefängnis für die Mutter gefordert sowie dreizehneinhalb Jahre Haft und anschließende Sicherungsverwahrung für den 39-Jährigen. Die Verteidigerin des Mannes sprach sich für neun Jahre Haft und - auf ausdrücklichen Wunsch ihres Mandanten - ebenfalls für Sicherungsverwahrung aus. Der Verteidiger der Mutter hatte neuneinhalb Jahre beantragt.

Im Zusammenhang mit dem Fall waren neben dem Paar sechs weitere mutmaßliche Mittäter festgenommen und vor Gericht gestellt worden.

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