Darmstadt/Stuttgart / lsw

In dem Prozess um eine im Viernheimer Wald in Südhessen gefundene, skelettierte Babyleiche wird das Landgericht Darmstadt am Dienstag das Urteil verkünden. Die 32 Jahre alte Mutter des Jungen steht seit Anfang Januar vor Gericht. Sie soll ihren drei bis vier Wochen alten Sohn im April 2017 getötet haben. Die Beschuldigte hat zur Totschlagsanklage keine Angaben gemacht. Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer am 7. Februar auf schuldig plädiert.

Babyskelett wurde in einer Tasche gefunden

Aus Sicht der Anklage belegen Texte, die die Frau auf Facebook und in Chats gepostet hatte, dass sie ihr Kind zu Tode gebracht hat. Da die Beschuldigte eine seit Jahren unbehandelte paranoide Schizophrenie haben soll, forderte die Staatsanwaltschaft, sie in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik unterzubringen. Die Verteidigung hatte hingegen auf Freispruch und psychiatrische Betreuung plädiert, weil sie es nicht für bewiesen hält, dass es die Beschuldigte war, die das Kind getötet hat. Als möglichen Täter hatte die Verteidigerin einen damaligen - ebenfalls psychisch kranken - Mitbewohner der Mutter ins Spiel gebracht. Das Babyskelett war im September 2017 in einer Tasche im Viernheimer Wald entdeckt worden. Die Angeklagte ermittelte die Polizei im Frühjahr 2018 nach Hinweisen aus ihrer Verwandtschaft. Ein DNA-Abgleich bestätigte, dass sie die Mutter des toten Säugling ist.

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