Glosse Urlauber und ihre Sonnenliegen: Das virtuelle Handtuch

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x © Foto: ALI OZGON/Shutterstock.com
Berlin / Dieter Keller 31.01.2018

Endlich ein handfester Beitrag zum wahren Urlaubsglück. Vorbei die Zeiten, in denen sich ein Familienmitglied – und, liebe Männer, war es nicht meist die Frau? – morgens um sechs aus dem Bett quälte, um mit Badelaken die Lieblings-Sonnenliegen am Pool zu reservieren. Nur um zu sehen, dass die Meiers von nebenan schon wieder früher da waren und die besten weggeschnappt hatten.

Da ist „Meine Sonnenliege“, die neue Serviceleistung des Reiseveranstalters Thomas Cook, ein echter Fortschritt: Schon sechs Tage vor Reisebeginn lässt sich das virtuelle Handtuch per Mausklick ausbreiten. Da ist genau zu sehen, wo die Bar liegt und zu welchen Tageszeiten es Sonne oder Schatten gibt.

Das lassen wir uns doch gerne 25 Euro kosten. Pro Sonnenliege und Aufenthalt, wohl gemerkt. Dafür wird sie mit der Zimmernummer gekennzeichnet, und auch Handtücher liegen schon bereit. Wenn sie nicht neidische Gäste stibitzen, die nicht reserviert haben. Schade, dass dieses Angebot nur bei einigen Hotels getestet wird.

Jetzt warten wir auf die nächste Service-Offensive. Das Wunschzimmer lässt sich bei Thomas Cook schon im voraus im Netz aussuchen. Aber was ist mit dem Platz beim Frühstück oder an der Bar? Skifahrer sehnen sich nach festen Slots auf vollen Pisten. Alles ist möglich – und wir lassen uns die schönsten Wochen im Jahr fast alles kosten.

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