Der Kurznachrichtendienst Twitter ist mit seinem Abo-Dienst „Super Follows“ an den Start gegangen. Das meldeten US-Medien sowie „Zeit Online“ am Donnerstagmorgen. Somit können prominente Twitter-Nutzer exklusive Inhalte gegen Bezahlung anbieten.

Super Follows: Twitter-Abo für beliebte Influencer

Nutzer und Nutzerinnen können ein monatliches Abo für bestimmte Influencer – Musiker, Journalisten, Promis – abschließen. Laut der Webseite „Tech Crunch“ können die Influencer selbst bestimmen, ob sie für ihr Abo 2.99, 4.99 oder 9.99 US-Dollar pro Monat verlangen möchten. Die Super Follower können dann Nachrichten sehen, die nicht-Abonnenten nicht sehen können.
Der Nachrichtendienst behält zunächst drei Prozent der Abo-Einnahmen selbst. Sollte ein Nutzer aber über 50.000 Dollar pro Monat einnehmen, wird der Anteil erhöht.

Abo-System bei Twitter soll auf alle Länder ausgeweitet werden

Aktuell gilt das System in den USA und Kanada. Laut „Zeit Online“ soll es aber in den kommenden Wochen auf weitere Länder ausgeweitet werden.
Die Option wird langsam aufgebaut, US-Influencer mit mindestens 10.000 Abonnenten können sich auf eine Warteliste für Super Follows setzen.

Wie verdienen Influencer eigentlich Geld bei Twitter und Co.?

Die Debatte um die Frage, wie Menschen mit einer starken Online-Präsenz Geld verdienen können hat sich in den letzten Jahren verschärft. Viele Influencer verdienen Geld mit Werbeeinnahmen – wie auf YouTube – oder indem sie Sponsoring-Verträge mit Unternehmen abschließen. Zudem gibt es die Möglichkeit, Influencern Geld über Abo-Plattformen wie Patreon oder OnlyFans direkt zu geben. Im Gegenzug bekommen Patreon-Abonennten Zugang zu exklusivem Content. Twitter-Nutzer konnten bisher keinen Umsatz auf der Plattform generieren.