Naturkatastrophe Tsunami-Warnung nach heftigem Erdbeben in Venezuela

Ein Katastrophenschutz-Helfer und sein Suchhund patrouillieren eine Straße in der Nähe des Wolkenkratzers «Torre de David», nachdem ein starkes Erdbeben der Stärke 7,3 die Küste im Nordosten Venezuelas erschüttert hat. Das Hochhaus neigte sich und musste evakuiert werden.
Ein Katastrophenschutz-Helfer und sein Suchhund patrouillieren eine Straße in der Nähe des Wolkenkratzers «Torre de David», nachdem ein starkes Erdbeben der Stärke 7,3 die Küste im Nordosten Venezuelas erschüttert hat. Das Hochhaus neigte sich und musste evakuiert werden. © Foto: Ariana Cubillos
Caracas / dpa 22.08.2018

Ein starkes Erdbeben der Stärke 7,3 hat am Dienstag (Ortszeit) die Küste im Nordosten Venezuelas erschüttert. Das Zentrum des Bebens lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS 20 Kilometer nordnordwestlich der Ortschaft Yaguaraparo im Bundesstaat Sucre in einer Tiefe von 123 Kilometern. Die venezolanische Erdbebenwarte gab die Stärke des Erdstoßes mit 6,3 an.

Das US-Tsunami-Zentrum gab eine Tsunami-Warnung heraus. Zerstörerische Tsunami-Wellen seien in einem Umkreis von 300 Kilometern um das Epizentrum des Bebens herum möglich, hieß es in der Mitteilung. Die Wellen könnten die Küste von Venezuela sowie die Karibikinseln, Grenada, Trinidad und Tobago treffen.

Zunächst keine Angaben über Opfer

Über eventuelle Opfer oder Schäden lagen zunächst keine Angaben vor. Der starke Erdstoß war aber auch in der knapp 600 Kilometer entfernten Hauptstadt Caracas zu spüren. Menschen verließen in Panik ihre Häuser. Zahlreiche Gebäude wurden evakuiert. Selbst im Nachbarland Kolumbien war das Beben noch zu spüren.

Venezuelas Innenminister Néstor Reverol sagte, das Erdbeben sei in mehreren Regionen des südamerikanischen Landes zu spüren gewesen, darunter Anzoátegui, Monagas, Carabobo und die Metropolregion Caracas.

„Wir haben alle Einsatzkräfte aktiviert. Bislang gibt es keine Opfer“, sagte er. Er werde sich mit den Bürgermeistern und Gouverneuren der betroffenen Regionen in Verbindung setzen und Berichte über eventuelle Schäden anfordern. Reverol rief die Bevölkerung zur Ruhe auf. „Das ist eine Situation, in der man mit viel Bedacht handeln muss“, sagte der Innenminister.

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