Rund vier Monate nach dem Fund einer Babyleiche in einem Wald in Stetten am kalten Markt (Kreis Sigmaringen) hat die Polizei Hinweise auf einen möglichen Drogenkonsum bei der unbekannten Mutter. Einem toxikologischem Gutachten zufolge dürfte die Frau während der Schwangerschaft Betäubungsmittel und Medikamente konsumiert haben, teilte die Polizei am Freitag mit. „Es gibt Hinweise, dass es Drogen waren“, sagte ein Polizeisprecher. Deshalb werde nicht ausgeschlossen, dass sich die Frau in der Drogenszene aufhält oder aufgehalten hat.

Die Kriminalpolizei sucht mit der Ermittlungsgruppe „Wald“ nach der Mutter, versuchte es unter anderem mit einer Flugblattaktion und einer Anwohnerbefragung. Der Junge, der Anfang September von einem Zeugen auf einem Waldgelände entdeckt worden war, hatte laut der Obduktion bei seiner Geburt noch gelebt. Das Standesamt hat ihn später „Joris“ genannt.

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