Stuttgart Tierpark bleibt Besuchermagnet im Südwesten

Elefantendame Pama in der Stuttgarter Wilhelma.
Elefantendame Pama in der Stuttgarter Wilhelma. © Foto: dpa
Stuttgart / DPA 20.01.2018

Vom Affen bis zum Zebra: Baden-Württembergs Tierparks haben sich im vergangenen Jahr erneut als Besuchermagneten erwiesen. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Demnach passierten etwa in Stuttgart und Mannheim 2017 mehr Gäste die Zoo-Drehkreuze. In Karlsruhe und Heidelberg sanken die Zahlen zwar leicht, sie lagen aber immer noch auf ähnlichem Niveau wie 2016.

Alle befragten Tierparks kündigten Neuerungen an. So plant der Luisenpark Mannheim eine umfassende Modernisierung fast aller Gebäude bis zur Bundesgartenschau 2023 in der nordbadischen Stadt. Im benachbarten Heidelberg erfolgt bereits am 30. Januar der Spatenstich für ein Löwengehege, bei dem Besucher nur durch Panzerglasscheiben von den Raubkatzen getrennt sind. Die Leitung verspricht „spannende Begegnungen“. Karlsruhe will 2018 unter anderem in die Erweiterung der Außenanlage für eine Altersresidenz von Elefanten investieren.

In Stuttgart steht für 2018 eine neue Anlage für Schneeleoparden im Mittelpunkt. „Das Außengehege wird etwa viermal größer als zuvor und lässt sich so unterteilen, dass eine Zucht möglich wird“, sagte Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin. Die nach achtjähriger Pause zurückgekehrten Löwen seien 2017 ein voller Erfolg gewesen.

Strahlkraft entfaltete zudem die ARD-Fernseh-Dokumentation „Eisbär, Affe&Co.“. 40 neue Folgen aus der Wilhelma hätten den Blick auf viele Facetten der täglichen Arbeit in einem der größten Zoos Europas gelenkt, sagte Kölpin. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr rund 1,6 Millionen Besucher - ein Plus von 300 000. „Die Aufgabe ist nun, uns auf hohem Niveau zu stabilisieren“, betonte der Direktor.

Auch Mannheim verzeichnete im Luisenpark und im Herzogenriedpark steigende Zahlen. Demnach besuchten im vergangenen Jahr insgesamt rund 1,37 Millionen Gäste die beiden Anlagen - über 90 000 mehr als 2016. Vor allem der Luisenpark war damit erneut eine der ersten Anlaufstellen für Erholung in der nordbadischen Stadt.

In Karlsruhe sanken die Besucherzahlen geringfügig: Nach Angaben der Stadt kamen 2017 rund 1,01 Millionen Menschen, knapp 30 000 weniger als 2016 (1,04). Grund dafür sei unter anderem die wochenlange Sperrung der Rheintal-Bahnlinie bei Rastatt gewesen, hieß es. Dadurch sei der in der Stadtmitte gelegene Zoologische Stadtgarten „vom sonst rege genutzten öffentlichen Nahverkehr abgeschnitten“ gewesen.

In Heidelberg besuchten im vergangenen Jahr rund 468 000 Gäste den Tiergarten, knapp 9000 weniger als im Jahr zuvor. Für die Zukunft plant der Zoo einige Neuheiten. So soll ein marodes Elefantenhaus durch eine Trainingswand für Elefanten und Sitzplätze für Besucher ersetzt werden. „Das Training ist der Höhepunkt jeder Führung hinter die Kulissen des Elefantenhauses“, sagte eine Sprecherin. „Dieses Erlebnis soll möglichst vielen Zoobesuchern geboten werden.“

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