Die Deutschen und das Bier – das ist eine ganz besondere Verbindung. Weltweit sind wir bekannt für unser Bier. Am 23. April wird hierzulande der Tag des Bieres gefeiert. Und das nicht einfach so: Vor zig Jahren wurde am 23. April 1516 feierlich das deutsche Reinheitsgebot verkündet. Das besagt, in unser Bier gehört nur folgendes:

  • Wasser
  • Gerste
  • Hopfen

Ödenwaldstetten

Das ist das heutige deutsche Reinheitsgebot

Im Laufe der Zeit wurde es öfters verändert, optimiert. Heute besagt das Reinheitsgebot, dass deutsches Bier nur aus vier Zutaten gebraut wird:

  • Wasser
  • Hopfen
  • Malz – aus Gerste wurde Malz, weil Brauer feststellten, dass es sich wesentlich besser zum brauen eignete. Unter Malz versteht man gekeimtes und wieder getrocknetes Getreide, etwa Weizen, Roggen, Dinkel.
  • Hefe – auch die kam erst später hinzu. Das liegt schlicht daran, dass man Hefe 1516 noch nicht kannte.

Sind Craft-Biere nach dem Reinheitsgebot gebraut?

Craft-Biere sind Biere, die handwerklich gebraut werden und sich geschmacklich von den üblichen Bieren abheben. Das geht auch, ohne gegen das Reinheitsgebot zu verstoßen. Fruchtige oder geröstete Aromen können durch die vier Grundzutaten entstehen. Allerdings gibt es auch Craftbiere, die mit Zutaten wie Koriander, Orangenschalen oder Jasminblüten gebraut werden. Das entspricht dann nicht mehr dem Reinheitsgebot.

Bier in der Corona-Pandemie: Fassbierverkauf sinkt dramatisch

Normalerweise finden am Tag des Bieres zahlreiche Feste und Veranstaltungen im ganzen Land statt. Das ist in diesem Jahr anders: Durch die Corona-Pandemie sind keine Feste möglich. Allgemein sind Brauereien von der Corona-Krise stark getroffen. Wie die Deutsche Presse-Agentur mitteilt, sei der Fassbierverkauf im März nahezu vollständig eingebrochen. Zwar verzeichnen die großen Brauereien einen erhöhten Absatz an Flaschen- und Dosenbier, doch könne dies die Ausfälle durch die Schließung der Gastronomie und der Absage von Volksfesten und Großveranstaltungen wie der Fußball-EM und den damit verbundenen fehlenden Fassbierabsätzen nicht kompensieren.

Gastronomie und kleine Brauereien brauchen Hilfe

„Es wird hier keinen Nachholeffekt geben“, sagt Barbara Sarx-Lohse, Geschäftsführerin des Sächsischen Brauerbundes. Es sei daher wichtig, dass es schnelle unbürokratische Hilfe für die Gastronomie und die kleinen Gasthausbrauereien gibt. „Nur dann werden viele Gasthäuser nach der Krise wieder öffnen können“, betont Sarx-Lohse. Genaue Zahlen, wie sich die Corona-Pandemie für die Brauereien seit März ausgewirkt hat, liegen derzeit noch nicht vor.

Die beliebtesten Biermarken 2019

Eine Umfrage des Statistikportals statista.de im Jahr 2019 hat ergeben, dass die Deutschen am liebsten diese fünf Biermarken trinken:

  • Beck’s (Bremen)
  • Kormbacher (Kreuztal, NRW)
  • Warsteiner (Warstein, NRW)
  • Bitburger (Bitburg, Rheinland-Pfalz)
  • König Pilsener (Duisburg, NRW)