Ein Mann hat bei Paris mehrere Menschen mit einem Messer angegriffen und Berichten zufolge mindestens eine Person getötet. Der Vorfall ereignete sich in der Gemeinde Villejuif südlich von Paris.

Der Täter sei „neutralisiert“ worden, bestätigte die Polizei der Deutschen Presse-Agentur. Wenn die Sicherheitskräfte in Frankreich von „neutralisieren“ sprechen, meinen sie in der Regel, dass der Täter außer Gefecht gesetzt wurde. Medienberichten zufolge wurde er von der Polizei erschossen.

Die Polizei bestätigte auf Nachfrage zunächst nicht, dass ein Opfer an seinen Verletzungen gestorben sein soll. Man solle den Bereich meiden, hieß es von der Polizei. Berichten zufolge hatte der Mann mehrere Menschen wahllos mit dem Messer attackiert. Der Vorfall habe sich im Bereich eines größeren Parks ereignet, der Mann sei anschließend geflüchtet. Dabei sei er von den Polizisten, die ihn verfolgten, in der Nähe eines Supermarkts erschossen, schrieb die Zeitung „Le Parisien“.

Mindestens zwei Menschen seien in Lebensgefahr, berichtete der Sender BFMTV. Zeugen hatten demnach die Polizei alarmiert. Innenstaatssekretär Laurent Nuñez und der Pariser Polizeipräfekt Didier Lallement machten sich auf den Weg zum Tatort. Villejuif befindet sich einige Kilometer südlich der Pariser Stadtmitte und gehört zu den Pariser Vororten. Der Hintergrund des Vorfalls war zunächst unklar.