Die Imker im Südwesten haben im Winter 2017/18 im Schnitt 14,5 Prozent ihrer Bienenvölker verloren. Damit lagen die Betriebe im Land leicht unter dem bundesweiten Durchschnitt von fast 15 Prozent, wie hat das Fachzentrum Bienen und Imkerei auf Anfrage in Mayen (Rheinland-Pfalz) mitteilte. Regional gab es je nach Klima und Wetter unterschiedliche Entwicklungen. In Rheinland-Pfalz lag die Verlustquote je Betrieb bei 16,1 Prozent und in Bayern bei 15,9 Prozent, deutlich höher also als im Südwesten und bundesweit.

Negativ-Spitzenreiter war Thüringen mit 17,6 Prozent verlorener Völker. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sah es ähnlich schlecht aus. Allerdings ist die Datengrundlage in Ostdeutschland schwach, da sich dort jeweils deutlich weniger als 1000 Imker an der Umfrage beteiligt hatten. Diese Werte sind daher weniger aussagekräftig als in Baden-Württemberg, wo fast 1700 Imker teilnahmen. Nach Angaben des Fachzentrums dauerte der Winter 2017/18 relativ lang. Die Blühsaison und damit die Bienenzeit starteten spät.

Dadurch hatten die Varroamilben weniger Zeit, sich in den Stöcken bis zum darauffolgenden Winter zu vermehren - der Parasitenbefall hielt sich in Grenzen. Die Milben gelten als Hauptgrund für das Sterben von Bienenvölkern. Es gibt wirksame Maßnahmen gegen die Parasiten, etwa organische Säuren.

In Deutschland gibt es etwa 140 000 Imker und eine Million Bienenvölker. Weniger als ein Prozent von ihnen sind Vollzeit-Berufsimker. Im Südwesten gab es laut Deutschem Imkerbund im Jahr 2017 etwa 23 000 Imker mit knapp 171 000 Bienenvölkern.