Stromrechnung für letztes Jahr schon erhalten? Die Preise für Energie sind bekanntlich im vergangenen Jahr durch die Decke gegangen. Die Strompreise sind aber nicht überall gleich – lokale und regionale Versorger unterscheiden sich zum Teil erheblich. Der Strompreis-Atlas des Portals StromAuskunft gibt einen Überblick über die Unterschiede, runtergebrochen auf die Bundesländer, Städte und Landkreise. Zudem gibt es ein Ranking mit den Städten, die die teuersten und günstigsten Strompreise haben. Wo ist Strom in Deutschland also noch erschwinglich?

Strompreise 2023: Schleswig-Holstein ist teuer, Bayern ist billig

Verglichen werden im Strompreis-Atlas die durchschnittlichen Strompreise bei einem Jahresverbrauch von 3500 kWh. Das ist etwa der Verbrauch einer Familie mit drei bis vier Personen. Die Preisspanne reicht von rund 1300 Euro/Jahr bis über 1800 Euro/Jahr. Die Preise bei lokalen Stromanbietern und Grundversorgern werden nicht berücksichtigt (siehe unten mehr).
Das sind also die 10 deutschen Städte und Landkreise mit den günstigsten Strompreisen:
  • Germering (Bayern)
  • Haibach (Bayern)
  • Niedernberg (Bayern)
  • Aschaffenburg (Bayern)
  • Bad Rothenfelde (Niedersachsen)
  • Ketsch & Ilvesheim (Baden-Württemberg)
  • Landkreis Regensburg (Bayern)
  • Landkreis Würzburg (Bayern)
  • Oyten (Niedersachsen)
  • Neuhausen (Baden-Württemberg)
Und das sind die 10 deutschen Städte und Landkreise mit den teuersten Strompreisen:
  • Henstedt-Ulzburg (Schleswig-Holstein)
  • Ahrensburg (Schleswig-Holstein)
  • Wedel (Schleswig-Holstein)
  • Neumünster (Schleswig-Holstein)
  • Landkreis Schleswig-Flensburg (Schleswig-Holstein)
  • Landkreis Stormarn (Schleswig-Holstein)
  • Owschlag (Schleswig-Holstein)
  • Malente (Schleswig-Holstein)
  • Landkreis Pinneberg (Schleswig-Holstein)
  • Hohenlockstedt (Schleswig-Holstein)

Strompreise der Grundversorger: Das Bild verschiebt sich

Das sind also die teuersten und günstigsten Orte, wenn man die Grundversorgung nicht mit einbezieht. In der Grundversorgung zahlen die meisten Verbraucher mehr, als bei einem alternativen Anbieter. Das muss aber nicht immer so sein – einige Stadtwerke, die die Grundversorgung in einem Ort übernehmen, bieten auch gute Konditionen an. Da die Preisspanne bei den Grundversorgern viel weiter ist, sind sie in den oben aufgeführten Rankings nicht berücksichtigt. Für einen Jahresverbrauch von 3500 kWh reicht die Preisspanne in der Grundversorgung zwischen 950 Euro/Jahr bis 3300 Euro/Jahr.
Wenn man nur die lokalen Stromanbieter vergleicht, sind diese 10 Städte und Landkreise am günstigsten:
  • Barth (Mecklenburg-Vorpommern)
  • Sinzheim bei Baden-Baden (Baden-Württemberg)
  • Egloffstein (Bayern)
  • Germering (Bayern)
  • Wadgassen (Saarland)
  • Weißensberg (Bayern)
  • Riedstadt (Hessen)
  • Landkreis Groß-Gerau (Hessen)
  • Krickenbach (Rheinland-Pfalz)
  • Edling bei Wasserburg am Inn (Bayern)
In diesen Gemeinden lohnt es sich also, auch mal den lokalen Grundversorger unter die Lupe zu nehmen – eventuell bietet dieser bessere Konditionen an.
Allerdings sollten Verbraucher in folgenden 10 Städten und Landkreisen lieber keinen Vertrag in der Grundversorgung abschließen:
  • Beuren bei Nürtingen & Neuffen (Baden-Württemberg)
  • Rüsselsheim (Hessen)
  • Apolda (Thüringen)
  • Ahaus (Nordrhein-Westfalen)
  • Weimar (Thüringen)
  • Landkreis Landshut (Bayern)
  • Niederviehbach (Bayern)
  • Wonfurt (Bayern)
  • Wipfeld (Bayern)
  • Wiesentheid (Bayern)

Bundesländer im Vergleich: Brandenburg teuer, NRW günstig

Im Bundesland-Vergleich befindet sich laut StomAuskunft gibt es erneut ein etwas anderes Bild. Die günstigsten Strompreise zahlen im Durchschnitt die Bewohner der Ländern Nordrhein-Westfalen und Berlin. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg hingegen wird es besonders teuer. Im Schnitt zahlen die Deutschen aktuell pro Kilowattstunde zwischen 47,72 Cent/kWh und 43,01 Cent/kWh.
Alle Angaben beziehen sich auf die Preise für Neuverträge im Januar 2023.