Mannheim Stadt treibt Pläne für fast emissionsfreies Wohngebiet voran

Mannheim / DPA 31.01.2018

Mit Carsharing und fahrerlosen Elektrobussen will Mannheim das einst größte geschlossene Wohngebiet der US-Streitkräfte in Europa zum Vorzeigequartier („Blue Village“) umgestalten. Das Areal „Benjamin Franklin“ soll nach Fertigstellung besonders wenig Energie verbrauchen und kaum Emissionen verursachen, sagte Oberbürgermeister Peter Kurz am Mittwoch bei einem Ortstermin.

Konkret gehe es unter anderem um eine Reduzierung von Abgasen, Lärm und zugeparkten öffentlichen Räumen, meinte der SPD-Politiker. Das Konzept beinhaltet auch Stationen für den Fahrradverleih und soll den Privatwagen auf dem Areal nahezu entbehrlich machen.

Nach Willen der Planer sollen „auf Franklin“ in den nächsten Jahren Wohnungen für etwa 9000 Menschen und etwa 1000 Arbeitsplätze entstehen. Nach knapp eineinhalb Jahren Bauzeit begrüßte Kurz vor wenigen Tagen die ersten Mieter in einem der modernen Häuser.

Auf dem Militärareal „Benjamin Franklin Village“, das etwa 60 Jahre lang eine Stadt in der Stadt war, lebten und arbeiteten etwa 8000 US-Amerikaner. Aus der Fläche, die fast so groß ist wie die Mannheimer Innenstadt, soll nun ein zukunftsfähiges Stadtquartier mit einem Mix aus Wohnraum, Arbeitsmöglichkeiten, Freizeitangeboten und Bildungseinrichtungen mit einem durchdachten Verkehrskonzept werden.

Informationen zu Franklin

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel