Die Zahl der Menschen, die in Baden-Württemberg den Bundesfreiwilligendienst (BFD) leisten, bleibt stabil. Nach Angaben des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (Bafza) gab es im Südwesten im vergangenen Jahr 5657 sogenannte Bufdis (Vorjahr: 5710). Sie arbeiten unter anderem im sozialen Bereich, im Sport oder Umweltschutz. Die meisten sind weiblich - rund 3220 Frauen gab es 2018 auf solchen Stellen.

In den Jahren davor - den BFD gibt es erst seit Juli 2011 - waren die Zahlen im Südwesten immer gestiegen. 2012, im ersten voll erfassten Jahr, wurden 3956 Personen verzeichnet. Im Jahr 2016 waren es bereits 5339 „Bufdis“. Die Gründe für Zunahme oder Abnahme werden laut einer Bafza-Sprecherin nicht erfasst. „Manchmal gibt es eben mehr Verträge mit kürzeren oder weniger Verträge mit längeren Laufzeiten“, sagte sie.

Zuschüsse gibt es vom Bund für rechnerisch etwa 40 000 bis 45 000 Plätze deutschlandweit. Obwohl sich das Angebot - im Gegensatz zum Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) - an Menschen jeden Alters richtet, sind sowohl im Südwesten wie auch bundesweit die mit weitem Abstand meisten Bufdis Menschen unter 27 Jahren. Einen leichten Anstieg gab es im Jahresverlauf bei Menschen, die zwischen 51 Jahre bis 65 Jahre alt sind.

Viele beenden ihren Dienst vor der eigentlich vereinbarten Zeit - etwa wenn sie einen Ausbildungsplatz bekommen, sagte die Sprecherin. Von den Freiwilligen, die 2017 im BDF waren, hörten demnach um die 30 Prozent vorzeitig auf. Zahlen dazu für Baden-Württemberg gibt es nach Angaben aus dem Sozialministerium nicht.

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