Die Welt in Grün: Der 17. März ist der wichtigste und größte Feiertag der Iren. An diesem Tag wird grün getragen, es wird gefeiert und paradiert – und nicht gerade wenig Guinness getrunken. St. Patrick’s Day ist Irlands Nationalfeiertag, der mittlerweile auch abseits des Landes zelebriert wird. Hier ist ein Überblick über die Traditionen, Paraden und die Herkunft der Feierlichkeiten.

St. Patrick’s Day: Datum und Herkunft

Namensgeber ist der Heilige Patrick – Saint Patrick, im Englischen. St. Patrick hat im 5. Jahrhundert als Missionar das Christentum nach Irland gebracht. Patrick war ein Brite, der von Piraten nach Irland verschleppt wurde, wo er sechs Jahre lang als Sklave arbeiten musste. Danach konnte er fliehen – und hat sich dem Christentum gewidmet. Später wurde er Priester und konvertierte viele Menschen in Irland.
Angeblich ist Patrick am 17. März 461 nach Christus gestorben, weshalb noch heute der Nationalfeiertag am 17. März gefeiert wird. Heutzutage ist der Tag weniger religiös, trotz der Herkunft. Stattdessen wird es heute eher als Fest der irischen Bräuche und Traditionen behandelt.

Kobolde, Shamrocks und Paraden: So wird St. Patrick’s Day gefeiert

Obwohl es der Nationalfeiertag Irlands ist, kommen viele der heutigen Traditionen des St. Patrick’s Day aus den USA. Vor allem im 19. Jahrhundert sind tausende Iren nach Nordamerika ausgewandert. Grund dafür waren Hungersnöte und Armut – und die Hoffnung auf ein neues Leben in den USA. Um sich weiterhin mit den irischen Traditionen und dem „old country“ verbunden zu fühlen, nahm der St. Patrick’s Day für die irische Diaspora einen anderen Stellenwert ein. So fanden die ersten Paraden am St. Patricks Day in den USA im 18. Jahrhundert statt und wurden über die Jahrzehnte immer nur größer. Erst im 20. Jahrhundert kamen die Paraden nach Irland. 1903 wurde der Tag ein Feiertag in Irland. Seit 1931 wird in Dublin jedes Jahr eine riesige Parade durch die Stadt geführt – 2020 und 2021 musste sie wegen Corona ausfallen. Im Jahr 2022 soll es aber wieder wie gewohnt ein großes Fest in der irischen Hauptstadt geben.
Das Tragen der grünen Farbe ist zwar eine moderne Erfindung, es hat aber eine Verbindung zum Heiligen Patrick. Denn die Farbe soll zum einen die sehr grüne Insel Irland repräsentieren als auch die grüne Farbe des Shamrocks, dem dreiblättrigen Kleeblatt. Das Kleeblatt ist ein Zeichen der Dreifaltigkeit: Das hat St. Patrick angeblich benutzt, um den Iren die drei Gestalten Gottes (Vater, Sohn, Heiliger Geist) zu erklären.
Das dreiblättrige Kleeblatt, oder Shamrock, ist eines der Zeichen des St. Patrick’s Day.
Das dreiblättrige Kleeblatt, oder Shamrock, ist eines der Zeichen des St. Patrick’s Day.
© Foto: Pixabay
Die Kobolde – im Englischen Leprechaun – sind eines der Wahrzeichen Irlands. In der irischen Mythologie spielt der Kobold als Feengestalt oder Naturgeist eine wichtige Rolle. Die bekannteste Geschichte des Koboldes ist, dass er Gold am Ende des Regenbogens versteckt. Wer es schafft, dorthin zu kommen, könnte den Schatz des Leprechauns finden.

St. Paddy’s Day in Deutschland und weltweit

Die irische Diaspora lebt auf der ganzen Welt – und so wird St. Patrick’s Day in vielen Teilen der Erde gefeiert. Am 17. März wird weltweit das „Greening“ praktiziert. Dabei werden große Wahrzeichen oder Merkmale grün eingefärbt, um Solidarität mit Irland und der irischen Bevölkerung am St. Patrick’s Day zu zeigen. Zu den bekanntesten Färbungen gehört der Chicago River: Ab dem 14. März wird der gesamte Fluss grün eingefärbt.
Auch in Deutschland wird der St. Patrick’s Day gefeiert, allerdings nicht so groß. Hauptsächlich gibt es Events in Irish Pubs, oft mit Live-Musik.