Glosse Spielzeugschiff in Seenot

Foto: The Days Are Just Packed/Facebook
Foto: The Days Are Just Packed/Facebook © Foto: The Days Are Just Packed/Facebook
Berlin / Günther Marx 03.05.2018

In der Karibik ist jetzt – ja, das kann man so sagen – eine richtige Seenotrettungsaktion angelaufen. Menschenleben sind nicht gefährdet, aber dem Playmobilschiff Adventure, einer stolzen Piratenkaravelle, die üblicherweise im Planschbecken schwimmt, droht der Untergang. Die beiden Skipper, das schottische Brüderpaar Ollie (8) und Harry (5), haben deshalb aus dem heimischen Turriff in Aberdeenshire SOS-Rufe abgesetzt. Und tatsächlich, die Besatzung eines vor Ort befindlichen Offshore-Riesen erhörte sie und gab den Rettungsruf weiter.

 Wie kam’s? Die beiden Jungs hatten mit Hilfe des Vaters und nach etlichen Testläufen ihre kleines Schiff, leicht modizifiert und seetüchtig gemacht, im vergangenen November vor der Westküste Afrikas Richtung Guyana zu Wasser gelassen. 4000 Kilometer später änderte es plötzlich den Kurs und hält auf die etwas weiter entfernte Karibik zu. Das aber hat zur Folge, dass die Batterien für das GPS-Ortungsgerät schlapp zu machen drohen. Die Adventure muss also geborgen und „aufgetankt“ werden.

Nun läuft im Atlantik die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, oder besser, nach dem Spielzeugschiff im Ozean. Da hilft nur, Ollie und Harry viel Glück zu wünschen, stehen sie doch jetzt schon mit ihrer Unternehmung in der großen schottischen Forscher-, Abenteurer- und Entdeckertradition. Wenn das keinen Orden verdient!

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