Wer hat sie denn gesehen? Am 25. Oktober 2022 war eine partielle Sonnenfinsternis über Deutschland zu sehen. Ein Teil der Sonne wurde für etwa zwei Stunden vom Mond verdeckt. Wer gutes Wetter und die richtige Ausrüstung hatte, der konnte dann in der Zeit eine „angeknabberte“ Sonne beobachten. Zuletzt war sie 2021 zu sehen, doch davor gab es eine sechsjährige Pause.
Es wird aber natürlich irgendwann noch eine Sonnenfinsternis geben. Wann ist es wieder soweit? Wo sieht man die Sonnenfinsternis am besten? Was ist der Unterschied zwischen einer partiellen und einer totalen Sonnenfinsternis? Die Antworten auf diese Fragen und weitere Infos findet ihr in dieser Übersicht.

Wann ist die nächste partielle Sonnenfinsternis in Deutschland?

Am Dienstag, 25. Oktober 2022, fand die letzte Sonnenfinsternis statt. Sie dauerte insgesamt rund vier Stunden.
Am besten zu sehen war die Sonnenfinsternis 2022 in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und im Osten Schleswig-Holsteins sowie in Ost-Europa, Finnland und Russland.
Die kommenden partiellen Sonnenfinsternisse im Überblick:
  • 25. Oktober 2022
  • 29. März 2025
  • 12. August 2026
Der Mond schiebt sich langsam vor die Sonne. Hier die partielle Sonnenfinsternis 2022 in NRW.
Der Mond schiebt sich langsam vor die Sonne. Hier die partielle Sonnenfinsternis 2022 in NRW.
© Foto: Boris Roessler/dpa

Wann ist die nächste totale Sonnenfinsternis in Deutschland?

Die nächste totale Sonnenfinsternis in Deutschland lässt leider noch sehr lange auf sich warten: Erst am 3. September 2081 ist es wieder soweit und dann auch nur in Süddeutschland. In ganz Deutschland ist die nächste dann erst mehr als 50 Jahre später zu sehen.
Die kommenden totalen Sonnenfinsternisse im Überblick:
  • 3. September 2081
  • 7. Oktober 2135
  • 25. Mai 2142

Was passiert bei einer Sonnenfinsternis?

Sonnenfinsternisse sind selten, weil mehrere Faktoren zusammenkommen müssen. Ein solches Ereignis kann nach Angaben der „Sternfreunde“ nur bei Neumond eintreten und wenn der Trabant genau zwischen Erde und Sonne steht. Durch die Neigung der Mondbahn ziehe dieser aber meist ober- oder unterhalb der Sonne vorbei. Maximal zwei bis vier Sonnenfinsternisse gebe es jährlich irgendwo auf der Erde. Im Nordosten Kanadas beginnt das Schauspiel, bewegt sich über das Polarmeer und Grönland – und endet in Sibirien.

Partielle, totale, ringförmige: Erklärung zur Sonnenfinsternis

Es gibt drei unterschiedliche Varianten einer Sonnenfinsternis: partiell, total und ringförmig. Was die einzelnen Begriffe bedeuten, erfahrt ihr hier:
  • Partielle Sonnenfinsternis: Die Mondscheibe verdeckt nur Teile der Sonne.
  • Totale Sonnenfinsternis: Der Mond bedeckt die Sonne vollständig. Der Beobachter steht im Kernschatten des Mondes.
  • Ringförmige Sonnenfinsternis: Bei dieser Sonderform der totalen Mondfinsternis befindet sich der Mond sehr weit von der Erde entfernt, wenn er sich ganz vor die Sonne schiebt. Dadurch kann der Mond die Sonne nicht vollständig verdecken und wir sehen einen Lichtring.

Das war die totale Sonnenfinsternis in Deutschland 1999

Am 11. August 1999 fand eine totale Sonnenfinsternis über Mitteleuropa statt. Sie war die letzte von Deutschland aus sichtbare und schrieb aus mehreren Gründen Geschichte. Auf den Autobahnen gab es unzählige, hundert Kilometer lange Staus, Bahnhöfe waren überfüllt. Das Wetter war, bis auf wenige Ausnahmen wie etwa Karlsruhe oder Stuttgart, zu schlecht, um die Sonnenfinsternis gut zu beobachten. Das ganze Spektakel dauerte in Süddeutschland etwa 2 Stunden und 43 Minuten. Die Phase der Totalität lag dabei bei etwa zweieinhalb Minuten.
Hier seht ihr einen Ausschnitt aus der Live-Berichterstattung der ARD:
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Darf man in die Sonnenfinsternis gucken?

Die Antwort lautet klar: nein. Direkt in die Sonne zu gucken ist für das Auge sehr ungesund, da die hellen Strahlen die Netzhaut verbrennen können. Das spürt man nicht, aber die Schäden können dauerhaft sein. Im schlimmsten Fall kann es zur Erblindung kommen. Das gilt für die „normale“ Sonne ebenso wie für die Sonnenfinsternis.

Sonnenfinsternis: Brille kaufen oder selber bauen?

Die „Sternfreunde“ warnen davor, die partielle Finsternis ohne spezielle Sonnenfinsternis-Brille zu beobachten. Bei diesen wird eine spezielle Filterfolie verwendet, die nur wenig Licht durchlässt. Eine einfache Sonnenbrille reicht nicht aus – auch nicht bei einer partiellen Sonnenfinsternis.
Geeignete Brillen gibt es für wenige Euro entweder beim Optiker oder in diversen Online-Shops zu kaufen. Dabei ist es wichtig, dass diese mit „sicher für den direkten Blick in die Sonne“ gekennzeichnet sind. Zudem sollte die Brille intakt sein, also keine Kratzer oder Risse haben, und gut auf dem Gesicht sitzen.
Es gibt auch Möglichkeiten, eine Schutzbrille selber zu machen. Eine sogenannte Lochkamera lässt sich beispielsweise mit wenigen Materialien wie Karton, Papier und Tuch selbst basteln. Online finden sich diverse Vorschläge, wie eine Schutzbrille selber hergestellt werden kann – ein Beispiel seht ihr hier (wir übernehmen jedoch keine Verantwortung):
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Wie kann man die Sonnenfinsternis fotografieren?

Ein Ereignis wie die Sonnenfinsternis ist für viele (Hobby-)Fotografen ein Highlight. Doch diese zu fotografieren, ist gar nicht mal so leicht. Aufgrund der Strahlung ist einiges zu beachten. Besonders wichtig ist vor allem, dass man nie direkt durch den Sucher in die Sonne schaut, um Augenschäden zu vermeiden.
Welche Kamera ihr am besten nutzen solltet, welche Art der Ausrüstung ihr braucht, verschiedene Objektive und sogar Bildbearbeitungsprogramme seht ihr zum Beispiel in folgendem Video:
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