Es habe bereits Videoaufzeichnungen an den wichtigsten Montageplätzen gegeben, schreibt Sputnik unter Bezug auf eine Quelle in der Raumfahrtindustrie. Jetzt sei das System in drei weiteren Montagehallen installiert worden, wo bisher noch ohne Videoüberwachung gearbeitet worden sei.

Vier Tage vorher hatte die russische Nachrichtenagentur Tass berichtet, Russland wolle Videokameras im russischen Teil der Internationalen Raumstation (ISS) installieren lassen. Das habe Dmitri Rogosin, der Chef der Raumfahrtbehörde Roskosmos, angeordnet.

Urheber des Lochs nicht gefunden

Beide Überwachungs-Aktionen dürften ihren Ursprung in dem Loch haben, das jemand in die Außenwand des Raumschiffes Sojus MS-09 gebohrt hat.

Hier die ausführliche Geschichte.

Das Loch in der Sojus, die den deutschen Astronauten Alexander Gerst im Juni zur ISS gebracht hat, war Ende August entdeckt worden. Gerst bezeichnete es nach seiner Rückkehr als lebensgefährlich. Was wäre aus den Astronauten geworden, wenn der Klebstoff, mit dem der Täter das Loch zugeklebt hatte, vor der Ankunft an der ISS abgegangen wäre. „Es hätte für uns sehr ernst werden können.“

Völlig unbekannt ist bisher, wer es in die Hülle gebohrt hat. Die russische Untersuchungskommission zu dem Fall hat offenbar nichts herausfinden können, obwohl sie seit Ende Dezember an dem Fall arbeitet.