Heilbronn Sohn soll Mutter erwürgt haben: Prozessbeginn

Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/Archiv
Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/Archiv © Foto: Arne Dedert
Heilbronn / DPA 12.06.2018

Weil er seine Mutter im Streit mit einem Verlängerungskabel erwürgt haben soll, muss sich von Donnerstag an ein Mann vor dem Landgericht Heilbronn verantworten. Der zur Tatzeit 21-Jährige soll die 52 Jahre alte Frau im vergangenen Oktober in Heilbronn getötet und die Leiche in Neckargerach (Neckar-Odenwald-Kreis) eine Böschung hinabgerollt haben, damit sie im Neckar versinkt. Nach Darstellung der Anklage blieb der leblose Körper aber am Ufer liegen. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe kurz nach der Tat gestanden. Die Ermittler vermuten, dass das Motiv im angespannten Eltern-Kind-Verhältnis zu suchen ist.

Der 1996 geborene Deutsche ist wegen Totschlags angeklagt. Als der Mann die Leiche entsorgte, soll ihm eine Frau dabei geholfen haben. Sie wird nach Gerichtsangaben gesondert verfolgt.

Ein Spaziergänger entdeckte den leblosen Körper einen Tag später unter einer Brücke am Neckarufer. Die Polizei klärte die Identität der Toten nach einer mehrtägigen öffentlichen Fahndung.

Die 1. Schwurgerichtskammer hat zur Klärung des Falls 36 Zeugen und 2 Sachverständige geladen (Az: 1 Ks 14 Js 32924/17). Für den Prozess sind bis zum 31. Juli 11 Termine anberaumt.

damalige Pressemitteilung der Polizei

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