Die Polizei hat den sexuellen Missbrauch eines Mädchens in Pforzheim aus dem Jahr 1997 mit Hilfe einer DNA-Analyse aufgeklärt. Ein damals 33 Jahre alter Mann habe ein damals 9-jähriges Mädchen mit einem Messer bedroht und sich in einem Keller an ihm vergangen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Die gesicherten Spermaspuren konnten jahrelang niemandem zugeordnet werden.

Am 21. April 2018 sei ein 55 Jahre alter Mann in einem Karlsruher Einkaufszentrum festgenommen worden, der versucht hatte, ein 7 Jahre altes Mädchen in einer Umkleidekabine zu filmen. Bei einer Durchsuchung wurden mehrere Plastikspritzen mit Sperma bei dem Mann gefunden.

Durch DNA-Abgleich habe man ihm neben der Tat von 1997 zwei weitere zuordnen können. Am Silvestertag des Jahres 2014 habe eine Frau eine Straße in Karlsruhe überquert und sei dabei von einem dicht aufschließenden Mann verfolgt worden. Später habe die Frau Spermaspuren an einem Hosenbein entdeckt. Am 14. April 2018 habe ein 13 Jahre altes Mädchen beim Warten in einer Schlange vor einem Schnellimbissrestaurant eine ähnliche Tat erlebt.

Bei einer Vernehmung durch die Pforzheimer Kriminalpolizei habe der Mann, der nach Angaben der Staatsanwaltschaft mangels Haftgründen auf freiem Fuß blieb, die Taten zugegeben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist die Tat von 1997 nicht verjährt, weil die 20-jährige Verjährungsfrist bei so einer Straftaten erst mit dem 30. Geburtstag des Opfers beginne.

Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft