Stuttgarter Wilhelma Seltene Titanwurz-Blüte wird Besuchermagnet

Die Titanwurz blüht nur rund alle sieben Jahre. Und dann nur in der Nacht. Dabei stinkt sie und heizt sich auf rund 38 Grad auf. So täuscht sie vor, ein verwesender Kadaver zu sein. Ihr Ziel ist es, Insekten für die Bestäubung anzuziehen. Foto: Sebastian Gollnow
Die Titanwurz blüht nur rund alle sieben Jahre. Und dann nur in der Nacht. Dabei stinkt sie und heizt sich auf rund 38 Grad auf. So täuscht sie vor, ein verwesender Kadaver zu sein. Ihr Ziel ist es, Insekten für die Bestäubung anzuziehen. Foto: Sebastian Gollnow © Foto: Sebastian Gollnow
Stuttgart / DPA 27.06.2018

Ein außergewöhnliches Schauspiel hat mehrere Tausend Besucher in die Stuttgarter Wilhelma gelockt: Die Titanwurz blühte in der Nacht auf Mittwoch. Zuletzt konnte die seltene Blüte dort vor sieben Jahren beobachtet werden.

„Es freut uns ungemein, dass die Menschen sich auch für so ein ruhiges Erlebnis der Pflanzenwelt begeistern können und sogar mit wenigen Stunden Vorwarnung auf den Weg machen“, sagte Björn Schäfer, Leiter des Fachbereichs Botanik, am Mittwoch. Erst im Laufe des Dienstags hatte der Zoologisch-Botanische Garten die Blüte für den Abend ankündigen können. Die Pflanze stammt von der indonesischen Insel Sumatra und blüht im Schnitt nur alle sieben Jahre.

Besucher standen demnach bis 1 Uhr nachts Schlange, um einen Blick auf „Alberich“ zu werfen. Auf diesen Namen hatte die Wilhelma die Pflanze wegen ihres eher kleinen Wuchses getauft. Es ist eine Anspielung auf den Zwergenkönig der germanischen Mythologie. Nur 1,25 Meter groß wurde die Pflanze - üblich ist laut Wilhelma die doppelte Größe. Dennoch nahmen Besucher zum Teil Wartezeiten von mehr als einer Stunde in Kauf. Für das seltene Schauspiel hatte der Zoo das Schmetterlingshaus, in dem die Pflanze stand, länger geöffnet.

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