Seitenblick: Eier verstecken will gelernt sein

14.04.2014
Also, bei uns daheim ist Ostern eine große Sache – nicht, was den monetären Wert der Geschenke angeht, sondern das Drumherum.

Tage vorher marschieren die Kinder mit dem Opa in den Wald, auf der Suche nach Weidenruten und Moos, um die Nester zu bauen. Wir Eltern sind nur als Hasen gefragt, und das ist eine Herausforderung.

1. Das richtige Timing. Wer zu früh rausgeht, den bestraft das Wetter. Denn an Ostern ist es immer zu warm, zu nass oder zu kalt. Für Schokohasen, Bücher oder Grußkarten eine reale Bedrohung. Ist man zu spät dran, lauern die Bälger schon hinter den Jalousien und schielen durch die Ritzen.

2. Das gute Versteck. Die Eier, egal ob Schoko oder Öko, kommen natürlich nicht ins Nest, sondern werden versteckt. Es ist ein Heidenspaß, wenn die Kinder durch den Garten jagen, während man selbst mit der Kaffeetasse gemütlich im Warmen sitzt und Zeitung liest. Gute Verstecke bedeuten lange österliche Ruhe. Aber Vorsicht: am Ende immer nachzählen, ob alle da sind. Sonst findet Opa sie im Herbst beim Umgraben, oder die Katze buddelt sie aus. Das ist gar nicht lecker.

Punkt 3: Spaß mit dem Nachbarn. Wohl dem, der Frühaufsteher-Kinder hat. Denn dann kann man sich noch prima gemeinsam über den Nachbarn lustig machen, wie er im Schlafanzug mit Schlappen an den Füßen durch den Garten hoppelt.uwe