Wenn es in den kommenden Wochen wieder heiß wird, suchen viele Menschen die Abkühlung im Wasser. Doch angesichts geschlossener Freibäder infolge der Corona-Pandemie warnt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) jetzt davor, auf Badeseen und andere Gewässer auszuweichen.
Schwimmen Baden-Württemberg und Bayern Badesommer 2020: Kraulen, planschen, Abstand halten

Neu-Ulm

DLRG in Baden-Württemberg rät dieses Jahr vom Baden in Seen ab

Eigentlich beginnt Mitte Mai der Wachdienst an Freibädern und Seen. Doch wie aus einer Pressemitteilung des Landesverbandes Württemberg der DLRG hervorgeht, konnte der Dienst nicht gestartet werden.
Dessen Präsident Armin Flohr appelliert: „Auch wenn die Freibäder geschlossen sind, bitten wir die Bevölkerung, nicht auf Seen oder andere Gewässer auszuweichen, solange die derzeitigen Regelungen vorherrschen und Abstands- sowie Hygieneregeln eingehalten werden müssen.“ Die Präsenz des Wachdienstes an den Seen könne momentan nicht gewährleistet werden. Die DLRG sei jedoch in Notfällen einsatzbereit. Man hoffe aber darauf, nur in unvermeidbaren Notsituationen gerufen zu werden.
Der DLRG Landesverband Württemberg ruft die Menschen deshalb in diesem Jahr auf, zu Hause zu bleiben, um sich selbst und die Einsatzkräfte zu schützen. Diese sollen in den vergangenen Wochen bundesweit immer wieder zu Einsätzen auf dem Wasser gerufen worden sein. „Hierdurch werden Retter unnötig belastet und einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt“, warnt die DLRG.

Mehr Badetote in Bayern befürchtet: Kinder besonders gefährdet

Die DLRG befürchtet zudem, dass es in diesem Sommer mehr Badetote in Bayern geben könnte. Kinder zwischen etwa sechs und zehn Jahren seien besonders gefährdet, weil es seit März wegen der Corona-Pandemie keine Schwimmkurse mehr gebe.
Sie erwartet 2020 einen großen Ansturm auf Seen, Flüsse und andere Badegewässer, weil viele Menschen ihren Urlaub zu Hause verbringen, und die Freibäder noch geschlossen sind.

Badeseen, Flüsse und andere Gewässer bergen Gefahren

Jedes Jahr würden in Bayern um die 90 Menschen ertrinken. Nicht an jeder Stelle könne eine Aufsichtsperson stehen. Deshalb ruft die DLRG Badende zu besonderer Vorsicht auf.