Wetter extrem Schwere Unwetter in Deutschland, brennende Wälder in Portugal

 07.08.2018, Portugal, Monchique: Zwei Feuerwehrmänner sind im Waldbrandgebiet an der Algarve im Einsatz. Der verheerende Waldbrand 
im Süden Portugals wird die Feuerwehr nach Behördenangaben noch länger beschäftigen. Foto: Globalimagens/ Atlanticopress/Atlantico Press via ZUMA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
07.08.2018, Portugal, Monchique: Zwei Feuerwehrmänner sind im Waldbrandgebiet an der Algarve im Einsatz. Der verheerende Waldbrand im Süden Portugals wird die Feuerwehr nach Behördenangaben noch länger beschäftigen. Foto: Globalimagens/ Atlanticopress/Atlantico Press via ZUMA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ © Foto: Globalimagens; Atlanticopress
Frankfurt/Main / AFP/swp 08.08.2018
Der Deutsche Wetterdienst rechnet heute mit kräftigen Gewittern, Starkregen, Hagel und Sturmböen. In Portugal kämpfen unterdessen hunderte Feuerwehrleute und Soldaten gegen Waldbrände.

Schwere Gewitter haben im Westen Deutschlands das Ende der Hitzewelle eingeläutet. Für Freitag wird deutschlandweit ein Ende der drückenden Hitze erwartet. Auch in Nordfrankreich gab es am Mittwoch schwere Unwetter, während Spanien und Portugal weiter von Gluthitze und Waldbränden geplagt waren.

Besonders heftig trafen die Unwetter den hessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf. Hier rückte die Feuerwehr laut einem Sprecher zu fast 400 Einsätzen aus, die meisten davon in der Stadt Kirchhain. Auch in Südhessen gab es heftige Unwetter mit Starkregen. Im Landkreis Darmstadt-Dieburg hatte die Feuerwehr zahlreiche Einsätze.

Am Freitag Temperaturen unter 30 Grad

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet für Donnerstag mit einer Gewitterfront, die von Westen her über Deutschland zieht. Örtlich sei mit Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen zu rechnen. Am Freitag werden Temperaturen unter 30 Grad erwartet.

In Spanien und Portugal weiter Gluthitze

In Spanien stieg die Zahl der Hitzetoten unterdessen auf neun Menschen, darunter ein deutscher Urlauber. Der 40-jährige Deutsche sei während einer Wanderung auf dem Jakobsweg in der westlichen Region Extremadura an den Folgen eines Sonnenstichs gestorben, sagte ein Sprecher der örtlichen Gesundheitsbehörden der Nachrichtenagentur AFP. In einigen Gegenden der Extremadura waren die Temperaturen am Wochenende auf bis zu 46 Grad gestiegen.

In Portugals Urlaubsregion Algarve kämpften weiter hunderte Feuerwehrleute und Soldaten gegen die Waldbrände, die um den im Landesinneren gelegenen Ferienort Monchique wüteten. Mindestens 32 Menschen wurden dort seit dem Ausbruch des Brandes am vergangenen Freitagabend verletzt, einer von ihnen schwer. Hunderte Bewohner und Touristen mussten die Häuser verlassen, viele konnten aber inzwischen zurückkehren:

Löscharbeiten in Portugal dauern an

Portugals Ministerpräsident Antonio Costa rechnete nicht mit einem baldigen Ende des Brandes von Monchique. Die Löscharbeiten würden auch "die kommenden Tage" andauern, sagte er bei einer Pressekonferenz am Sitz des Zivilschutzes in Lissabon. Das Feuer werde sich aufgrund des "anhaltenden starken Windes" und "steigender Temperaturen" sowie "sinkender Luftfeuchtigkeit" in den kommenden Stunden weiter ausbreiten.

"Unser nächstes großes Zeitfenster ist die kommende Nacht, das Morgengrauen und der frühe Vormittag", fügte Costa hinzu. "Da müssen wir unseren Einsatz verstärken."

Viel Kritik

Unterdessen wurde Kritik an der mangelnden Koordination der Brandbekämpfer auf nationaler Ebene laut. Der Chef des nationalen Verbands der Berufsfeuerwehren, Fernando Curto, sagte dem Rundfunksender Renasceneca, ihm sei von einem Kollegen in den Brandgebieten an der Algarve gesagt worden, dass es "völlig unorganisiert" zugehe. "In gewisser Weise versteht keiner den anderen."

Kritik wurde auch am Eukalyptus-Anbau laut, der seit den 70er Jahren im großen Stil im Gebirge von Monchique betrieben wird. Die Wurzeln der von der Papierindustrie genutzten Eukalyptus-Bäume trocknen den Boden aus, die Bäume sind zudem besonders leicht entzündbar.

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