Fernsehen  Schweigers Showdown in Moskau

Nick Tschiller (Til Schweiger) in Moskau.
Nick Tschiller (Til Schweiger) in Moskau. © Foto: HANDOUT - Undatiert: Nick Tschiller (Til Schweiger) in einer Szene des "Tatort - Tschiller - Off Duty". Für Til Schweigers «Tatort»-Kommissar ist das Finale in Moskau bereits eine Woche vor dem Endspiel der Fußball-WM in Russland. Sein Kino-Ausflug für die Krimireihe ist am 08.07.2018 erstmals im TV zu sehen - ein Actionspektakel mit Showdown in Russlands Hauptstadt. (zu dpa "TV-Premiere für Schweigers Kino-«Tatort" vom 04.07.2018) Foto: Nik Konietzy/NDR/Warner Bros./ARD/dpa - ACHTUNG: Honorarfrei - Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit einer Berichterstattung über den Film und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
Berlin / mw 07.07.2018

Für den „Superstar“ und Zugpferd Til Schweiger unterbricht die ARD die „Tatort“-Sommerpause. Sein actiongeladener Krimi „Tatort: Tschiller – Off Duty“ ist jetzt als TV-Premiere im Ersten zu sehen. Im Kino war er schon zu sehen und und hat gerade einmal 280 000 Zuschauer angezogen – ein herber Schlag für den erfolgsverwöhnten Schweiger.

Schweiger hat sich über den undankbaren Sendeplatz an einem Sommerabend beschwert, an dem viele Zuschauer möglicherweise Besseres zu tu haben, als „Tatort“ zu gucken. Die ARD verwies jedoch auf die 130 Minuten Gesamtdauer des Krimis, der deshalb nur an einem Tag gezeigt werden könne, an dem die Talkshow „Anne Will“, die normalerweise im Anschluss an den „Tatort“ läuft, Urlaub macht.

Der in Deutschland, Istanbul und Moskau gedrehte Kino-„Tatort“ mit dem von Schweiger gespielten Hamburger Kommissar Nick Tschiller hat acht Millionen Euro gekostet. Der Streifen wartet mit einer reichlich hanebüchenen Handlung auf, ist aber alles in allem besser als sein Ruf.

Mädchen für Organhändler

In dem mit Verfolgungsjagden, Schießereien und dramatischen Wendepunkten gespickten Krimi bekommt es Nick Tschiller nicht nur erneut mit seinem Erzfeind Firat Astan (Erdal Yildiz) zu tun, sondern muss sich mit einem noch viel größeren Schurken herumschlagen, dem türkischen Gangsterboss Süleyman Seker (klasse: Özgür Emre Yildirim).

Sekers Geschäftsmodell: Er entführt in Istanbul Mädchen, die er an Organhändler in Moskau verkauft. Als ausgerechnet Tschillers Tochter Lenny, gespielt von Til Schweigers Tochter Luna Schweiger, in Istanbul in die Fänge von Seker gerät, macht sich der zu allem entschlossene Kommissar auf den Weg von Hamburg in die Türkei. Dort taucht er in die Unterwelt Istanbuls ein und wird zur Zielscheibe der Gangster – die Verfolgungsjagden in engen Gassen und über Dächer haben durchaus Kinoqualität.

Der grimmige Tschiller behält in den Auseinandersetzungen zwar die Oberhand und lässt sich auch von einem vorübergehenden Aufenthalt im Gefängnis nicht einschüchtern. Er kann aber nicht verhindern, dass seine Tochter zusammen mit anderen Mädchen in einem Container nach Moskau verschifft wird. Gemeinsam mit seinem lustigen Kollegen und Kumpel Yalcin Gümer – Fahri Yardim  sorgt in der Rolle für den dringend benötigten Schuss Ironie – macht sich Tschiller auf den Weg nach Russland, um Lenny zu befreien. Doch Seker hat in Moskau bereits Vorkehrungen getroffen, um Tschiller endgültig aus dem Verkehr zu ziehen.

Der Film mit Til Schweiger war nach den beiden in den 80er Jahren produzierten Krimis „Zahn um Zahn“ und „Zabou“ mit Götz George als Kultermittler Schimanski erst der dritte „Tatort“, der für die große Leinwand gedreht wurde.

Info „Tatort – Off Duty“, Sonntag, 20.15 (bis 22.25 Uhr), ARD.

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