Im Norden von Schweden wurde das bislang größte in Europa bekannte Vorkommen an seltenen Erden entdeckt. Das teilte das staatliche schwedische Bergbauunternehmen LKAB mit - es betreibt in Kiruna eine Eisenmine. Demnach handelt es sich um Vorkommen im Umfang von über einer Million Tonnen an Metallen. Das genaue Ausmaß des Funds sei noch nicht klar. Doch was sind seltene Erden? Alle Infos im Text.

Riesen-Fund in Schweden: Was sind seltene Erden?

Seltene Erden umfassen eine ganze Reihe von Elementen, sie sind entscheidend für den Bau von Smartphones, für Leuchtmittel wie LEDs, für Hybrid- und Elektromotoren sowie Magnete für Turbinen von Windkraftanlagen.
Seltenen Erden sind silberfarbene, an der Luft schnell anlaufende und relativ weiche Metalle. Ende des 18. Jahrhunderts wurden die ersten Metalle dieser Art in Schweden entdeckt. Sie kommen in seltenen Mineralien vor und wurden in Form ihrer Oxide - Sauerstoffverbindungen, die früher auch "Erden" genannt wurden - isoliert. Daher der Begriff "Seltene Erden".
Zu den Seltenen Erden werden 17 Metalle gezählt: Scandium, Yttrium und Lanthan - und die 14 im Periodensystem auf das Lanthan folgenden Metalle, die sogenannten Lanthanoide.
Viele mehr Hightech-Produkte würden ohne Seltene Erden nicht funktionieren. Zwar werden die wertvollen Rohstoffe jeweils nur in sehr kleinen Mengen eingesetzt, doch spielen auch die Seltenen Erden eine entscheidende Rolle.
Derzeit ist das größte Vorkommen dieser Metalle in China zu finden.