• Der nächste Corona Gipfel findet am 19.1.2021 statt
  • Merkel und die Ministerpräsidenten beraten über strengere Regeln
  • Auch Maßnahmen für Grundschulen, Kitas und weiterführende Schulen werden besprochen
  • Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Regelungen, die für die Abschlussklassen gelten

Abschluss 2021: Das gilt bisher bundesweit für weiterführende Schulen

Wie auch Grundschulen und Kitas sind die meisten weiterführenden Schulen derzeit geschlossen. Das stellt nicht nur Schulleiterinnen und Schulleiter vor Herausforderungen, sondern auch Schülerinnen und Schüler, die dieses Jahr ihren Abschluss machen. Die Länder haben deswegen teilweise Sonderregeln für diese Jugendlichen erlassen. Ob weitere Lockerungen geltend gemacht werden, könnte auf dem Corona Gipfel am 19.01.2021 diskutiert werden. Ein Überblick, was derzeit erlaubt ist:
  • Baden-Württemberg:
Grundsätzlich werden Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg per Fernunterricht unterrichtet. Präsenzunterricht ist nur in Ausnahmefällen erlaubt - darunter fällt auch die Prüfungsvorbereitung. Anspruch auf Präsenzunterricht haben demnach nur Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 und 10, die im laufenden Schuljahr ihre Abschlussprüfung ablegen, angehende Abiturienten, die Elftklässler im G8-Zug und die Zwölftklässler im G9-Zug sowie die Abschluss- und Prüfungsklassen der beruflichen Schulen und Schülerinnen und Schüler der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren.
  • Bayern:
Kinder und Jugendliche sollen bis Ende Januar im Distanzunterricht lernen, wo dies möglich ist. Ausnahmen für Abschlussklassen gibt es in Bayern nicht. An allen Schularten werden jedoch die Abschlussprüfungen verschoben. Außerdem entfallen die Faschingsferien (15. bis 19. Februar). In der eigentlichen Ferienzeit soll Unterrichtsstoff nachgeholt werden können.
  • Berlin:
Laut der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gelten in Berlin folgende Regeln: Die Schulleitungen können in Abstimmung mit den Elternvertretungen entscheiden, ob die Abschlussklassen im Wechselunterricht oder zu Hause unterrichtet werden. Bei Unterricht vor Ort gibt es feste Lerngruppen in halber Klassenstärke. Die Regeln betreffen die Jahrgangsstufe 10 an allen weiterführenden Schulen sowie die Jahrgangsstufe 12 an Gymnasien und die Jahrgangsstufe 13 an Gemeinschaftsschulen.
  • Brandenburg:
Bis zum 29. Januar werden alle Schülerinnen und Schüler ausschließlich im Distanzunterricht unterrichtet, das bedeutet: Lernen Zuhause. Ausnahmen gelten für die Jahrgangsstufen 10 und 12 an Gymnasien sowie die Stufe 13 an Gesamtschulen und beruflichen Gymnasien. Auch Schülerinnen und Schüler des letzten Ausbildungsjahrs des jeweiligen beruflichen Bildungsgangs erhalten weiterhin Präsenzunterricht.
In vielen Bundesländern gelten für Schülerinnen und Schüler in Abschlussklassen Sonderregeln. Manche dürfen in kleineren Gruppen die Schule besuchen - allerdings häufig nur mit Mund-Nasen-Schutz.
In vielen Bundesländern gelten für Schülerinnen und Schüler in Abschlussklassen Sonderregeln. Manche dürfen in kleineren Gruppen die Schule besuchen - allerdings häufig nur mit Mund-Nasen-Schutz.
© Foto: DPA
  • Bremen:
Auch in Bremen findet derzeit kein Präsenzunterricht statt. Für die Abschlussklassen wird aber auch dort eine Ausnahme gemacht: Für sie gibt es Unterricht im Wechselmodell. Klausuren finden innerhalb der Kleingruppen statt.
  • Hamburg:
Die Senatorin für Kinder und Bildung in Hamburg informiert, dass Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen ab dem 18.01 an Klausuren teilnehmen dürfen. Das gilt für den Jahrgang 10 und die gymnasiale Oberstufe. Organisatorisch erfolgt das in einem Wechselmodell mit Gruppenbildung. Klausuren werden nur innerhalb der Lerngruppen geschrieben.
  • Hessen:
In der Corona-Pandemie hält Hessen an den zentralen Abschlussprüfungen fest. Allerdings werden die Prüfungen um drei Wochen nach hinten verschoben, um den Schülerinnen und Schülern mehr Zeit zur Vorbereitung zu geben. Das gilt nicht nur für das Landesabitur, sondern auch für die zentralen Abschlussprüfungen in den Bildungsgängen der Haupt- und Realschule.
  • Mecklenburg-Vorpommern:
Auch in Mecklenburg-Vorpommern gibt es eine Ausnahme für Abschlussklassen. Für sie ist seit Montag, 11. Januar 2021, Unterricht in Präsenz möglich. Dies gilt für diverse Schularten, unter anderem für Schülerinnen und Schüler, die die Mittlere Reife machen sowie für die Jahrgangsstufe 12 an den Gymnasien und Gesamtschulen.
  • Niedersachsen
Alle Prüfungen für den Haupt-, Real-, und Förderschulabschluss sowie das Abitur sollen stattfinden. „Niemand muss sich Sorgen um den Abschluss machen“, so Kultusminister Hendrik Tonne. Die Schülerinnen und Schüler werden im Wechselmodell mit geteilten Lerngruppen unterrichtet.
  • Nordrhein-Westfalen:
Alle Jahrgangsstufen erhalten Distanzunterricht. Diese Regelung gilt grundsätzlich auch für Abschlussklassen. Bis zum 31. Januar 2021 werden keine Klassenarbeiten geschrieben. Ausnahmen gelten aber für noch zwingend zu schreibende Klausuren und durchzuführende Prüfungen in den Jahrgangsstufen 11 und 12 sowie für Abschlussklassen der Berufskollegs. Sie können im Einzelfall geschrieben werden.
  • Rheinland Pfalz:
Für Abschlussklassen besteht die Möglichkeit, ein bis zweimal in der Woche an Präsenzunterricht teilzunehmen - wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern in den Klassenräumen gewährleistet ist. Für Auszubildende an Berufsschulen findet Wechsel- oder reiner Präsenzunterricht statt.
  • Saarland:
Die Aufhebung der Präsenzpflicht in der Schule wird bis einschließlich 29. Januar 2021 fortgeführt - allerdings gilt das im Saarland nicht für Abschlussjahrgänge. Wer dieses Jahr Abitur an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen ablegt, hat ab dem 11.01.2021 Unterricht in Präsenzform. Das gleiche gilt für Schülerinnen und Schüler, die an den Prüfungen des Hauptschulabschlusses und des Mittleren Bildungsabschlusses teilnehmen - allerdings erst seit Montag, 18.01.2021.
  • Sachsen
Die Schulen in Sachsen bleiben grundsätzlich bis zum 7. Februar geschlossen. Es gelten aber Ausnahmen für Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen an Oberschulen (Klassenstufen 9 und 10), Gymnasien (Klassenstufen 11 und 12), Förderschulen (Haupt- u. Realschulbildungsgang), Beruflichen Gymnasien (Klassenstufen 12 und 13) und Fachoberschulen. Sie dürfen die Schule ab Montag, 18. Januar wieder besuchen.
  • Sachsen-Anhalt:
In Sachsen-Anhalt wird es bis Ende Januar Distanzunterricht geben. Laut Bildungsministerium sind davon die Schülerinnen und Schüler ausgenommen, die vor ihren Abschlussprüfungen stehen. Für diese Schülerinnen und Schüler findet der Unterricht seit dem 11. Januar 2021 als Präsenzunterricht statt - falls die Klassen zu groß sind, erfolgt der Unterricht in kleineren Gruppen, so das Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt.
  • Schleswig-Holstein
In Schleswig-Holstein dürfen Abschlussjahrgänge weiterhin in die Schule kommen. Ab einem Inzidenzwert von 50 dürfen jedoch nur maximal 50 Prozent der Schüler in Präsenz unterrichtet werden.
  • Thüringen:
Schülerinnen und Schüler, die sich auf Abschlussprüfungen vorbereiten, bleibt der Präsenzunterricht in Prüfungsfächern erhalten. Jugendliche in Abschlussklassen dürfen im Januar auch Klausuren und Klassenarbeiten in Präsenz schreiben. In der Zeit vom 25. bis zum 29. Januar 2021 sind in Thüringen aber erst mal Ferien. Ab dem 1. Februar 2021 sollen weiterführende Schulen dann wieder öffnen.