Ab Mittwoch müssen Schüler und Lehrkräfte in Stuttgart wieder Masken tragen. Mit der Maskenpflicht im Unterricht will die Stadt nach eigenen Angaben auf die schnelle Ausbreitung des Coronavirus reagieren. „Kinder und Jugendliche sind zu weiten Teilen noch nicht geimpft und haben sehr viele Kontakte. Das beschleunigt die Virusübertragung“, sagte Bildungsbürgermeisterin Isabel Fezer (FDP) am Montag.
Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte in der Landeshauptstadt müssen medizinische Masken demnach wieder am Platz tragen - auch dann, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden könne. Nur sonderpädagogische Einrichtungen sind von der Regelung ausgenommen.

Tests gelten für Schülerinnen und Schüler weiterhin

Die Maskenpflicht gilt an beruflichen und allgemeinen Schulen, den Grundschulförderklassen in öffentlicher und freier Trägerschaft sowie den Betreuungsangeboten der verlässlichen Grundschule und ebenso in den Betreuungsangeboten. Von der Maskenpflicht sind auch Lehrkräfte und andere am Unterricht und an Betreuungsangeboten mitwirkende Personen betroffen. Die Testpflicht bleibt für Schülerinnen und Schüler weiterhin gültig. Dreimal in der Woche müssen sie einen negativen Antigenschnelltest vorweisen.
m Landkreis Biberach, wo die Infektionszahlen momentan besonders hoch sind, gilt die Maskenpflicht an Schulen schon seit Anfang der Woche. Der Mund-Nasen-Schutz im Unterricht müsse landesweit wieder eingeführt werden, forderte Andreas Stoch, SPD-Fraktionsvorsitzender in Baden-Württemberg, am Montag.
Erst vor wenigen Tagen hatte Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) die Abschaffung der Maskenpflicht in den Schulklassen im Südwesten verteidigt. Kinder seien nicht das Hauptproblem in der Pandemie. Schulschließungen sollten keine Option mehr sein.

Alarmstufe in BW ab Mittwoch

Ungeimpfte Menschen in Baden-Württemberg werden vermutlich ab Mittwoch von der Teilnahme am öffentlichen Leben im Südwesten weitgehend ausgeschlossen. Man gehe davon aus, dass die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen sowohl am Montag als auch am Dienstag den kritischen Wert von 390 überschreite, teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart mit. Es sei auch unwahrscheinlich, dass die Zahl jetzt nochmal sinke, da die oftmals jüngeren Patienten auf den Intensivstationen nun deutlich länger dort behandelt werden müssten.
Was das für Ungeimpfte und Geimpfte in Baden-Württemberg bedeutet, lest ihr in diesem Text nach: