Reaktionen aus Deutschland

  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rief zur Solidarität mit den jüdischen Mitbürgern auf. Bei einem Festakt zum 30. Jahrestag der friedlichen Revolution in Leipzig sagte Steinmeier am Mittwoch, ein solcher Angriff auf eine voll besetzte jüdische Synagogen schien in Deutschland nicht mehr vorstellbar. „Aus einem Tag der Freude ist ein Tag des Leids geworden.“ Er denke nun an die Angehörigen.
  • Regierungssprecher Steffen Seibert sagte in Berlin, die Bundesregierung hoffe, dass der oder die Täter schnell gefasst würden. Die Gedanken gingen „an die Freunde und die Familien der Todesopfer“, sagte er.
  • Beim Länderspiel Deutschland gegen Argentinien wurde in einer Schweigeminute der Opfer gedacht. Ein Fan unterbrach diese jedoch, in dem er lauthals die Nationalhymne dazwischen brüllte. Ein anderer Fan fand dafür deutliche Worte:

Youtube

  • Das ZDF erklärte in einem Tweet, dass es keine Bilder aus dem Video des Attentäters zeigen wird. Dieser hatte seine Tat mit einer Helmkamera gefilmt.

Reaktionen aus den Parteien

  • Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) zeigte sich entsetzt über die Tat. „Es wurden durch sie nicht nur Menschen aus unserer Mitte gerissen, sie ist auch ein feiger Anschlag auf das friedliche Zusammenleben in unserem Land.“ Er kehrte von einer Konferenz in Brüssel vorzeitig zurück.
  • Heiko Maas, SPD, Bundesaußenminister, twitterte: „Dass am Versöhnungsfest Yom Kippur auf eine Synagoge geschossen wird, trifft uns ins Herz. Wir alle müssen gegen den Antisemitismus in unserem Land vorgehen.“
  • Der Grünen-Politiker Cem Özdemir twitterte: „Schreckliche Nachrichten aus Halle, heute am jüdischen Versöhnungstag Jom Kippur. Ich bin erschüttert & traurig.“ Allen Verletzten und Angehörigen wünschte er viel Kraft und dankte den Einsatzkräften.

Halle

  • Christian Lindner, Parteichef der FDP, schreib bei Twitter: „Der antisemitische Terror in Halle und Landsberg bestürzt mich. Wir sind in Gedanken bei den Opfern. In Wahrheit galt der Angriff uns allen, denn die Friedfertigkeit und Offenheit unserer Gesellschaft wird so zerstört.“
  • „Schrecklich, unfassbar. Meine Gedanken sind bei den Betroffenen.“, schrieb Julia Klöckner (CDU), Bundeslandwirtschaftsministerin
  • Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch schrieb auf Twitter: „Am höchsten jüdischen Feiertag ein Anschlag auf jüdisches Leben in Deutschland - ekelhaft! Antisemitismus darf in unserer Gesellschaft keinen Millimeter Platz haben.“
  • AfD-Fraktionschefin Alice Weidel twitterte: „Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien. Ich hoffe, die Polizei fasst den oder die Täter schnell, ohne dass weitere Menschen zu Schaden kommen.“

Reaktionen aus dem Ausland

  • Das Europaparlament legte eine Schweigeminute für die Opfer ein. In Gedanken sei man bei Deutschland, der deutschen Polizei und bei der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland, sagte Parlamentspräsident David Sassoli.

  • UN-Generalsekretär António Guterres bewerte den Vorfall als „eine weitere tragische Demonstration von Antisemitismus“, teilte ein UN-Sprecher in New York mit. Den Familien der Opfer, der deutschen Regierung und den Menschen in Deutschland sprach Guterres sein „tiefstes Beileid“ aus.
  • Es seien „entsetzliche Nachrichten über zwei Tote und einen Angriff auf eine Synagoge in Halle - heute an Jom Kippur“, teilte Alexander Van der Bellen, Bundespräsident von Österreich, über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Sein Mitgefühl sei bei den Opfern, ihren Angehörigen und ihren Freundinnen und Freunden. „Wir müssen alles tun, damit Jüdinnen und Juden in Sicherheit leben können“, betonte der Bundespräsident.
  • Die US-Botschaft in Berlin erklärte: „Wir verurteilen den Anschlag auf die Synagoge in Halle am heutigen Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, aufs Schärfste. An Jom Kippur kommen Menschen in Gotteshäusern zusammen, um über das vergangene Jahr nachzudenken. Der heutige Anschlag war ein Angriff gegen uns alle, und die Täter müssen dafür zur Verantwortung gezogen werden. Wir trauern um die Opfer dieses sinnlosen Gewaltakts und danken den Ersthelfern für ihren Einsatz.“

Reaktionen auf Twitter zu dem Anschlag

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