Umzug Schabrackentapir in Stuttgart bekommt Gesellschaft

Der in Rotterdam geborene Schabrackentapir Penang (l) ist nach Stuttgart umgezogen. Foto: Harald Knitter/Wilhelma Stuttgart
Der in Rotterdam geborene Schabrackentapir Penang (l) ist nach Stuttgart umgezogen. Foto: Harald Knitter/Wilhelma Stuttgart © Foto: Harald Knitter
Stuttgart / DPA 11.01.2018

Schwarz-Weiß im Doppelpack: In der Wilhelma in Stuttgart sind künftig gleich zwei der seltenen Schabrackentapire zu sehen.

Wie der Zoologisch-Botanische Garten am Donnerstag mitteilte, hat der Tapir Ketiga Gesellschaft von einem jungen Bullen namens Penang aus dem Tiergarten Rotterdam bekommen.

Von Freitag an soll das Duo für Besucher zu sehen sein. Ketiga war selbst erst Ende August aus dem Leipziger Zoo in die Wilhelma gekommen.

Der Schabrackentapir - größter Vertreter der Tapire - gehört zu den stark gefährdeten Tierarten. Die Zoos in Europa betreiben ein Zuchtprogramm zu seiner Erhaltung mit rund 50 Tieren.

Eigentlich hatte die Wilhelma auf ein Weibchen gehofft. Zunächst sind zwei Männchen aber auch eine gute Kombination, wie Direktor Thomas Kölpin erklärte. „Die Gesellschaft beruhigt sie und, wenn es wirklich gut läuft, spielen sie miteinander. Daher ist es für uns eine gute Zwischenlösung, einige Jahre zwei Jungbullen zu halten und einen davon später für die Zucht gegen eine passende Tapirkuh zu tauschen.“

Der Schabrackentapir trägt seinen Namen wegen seines Fells: Es sieht aus, als habe das schwarze Tier eine weiße Decke auf dem Rücken - im Reitsport werden Überwürfe Schabracke genannt. In freier Wildbahn dient dieses Fell als gute Tarnung.