Nach dem gewaltsamen Tod eines kleinen Mädchens in Hamburg-Wandsbek muss sich von Freitag an der Vater vor dem Landgericht verantworten. Die Anklage wirft dem 30-Jährigen vor, seine knapp zwölf Wochen alte Tochter getötet zu haben. Das Baby war Mitte Mai nach einem angeblichen Unfall mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Wenige Tage später starb das Kind. Nach Angaben eines Gerichtssprechers wurde ein Schütteltrauma-Syndrom festgestellt.
Das Verletzungsbild sei nicht mit den Angaben des Vaters zu einem angeblichen Unfall vereinbar, sagte er. Auch müsse der Kopf mit Gewalt gegen etwas geschlagen worden sein. Der Deutsche habe mit Mutter und Tochter zusammengelebt. Das Mädchen sei das einzige Kind des Paares gewesen. Die Mutter tritt in dem Prozess als Nebenklägerin auf. Der Vater ist laut Gericht nicht vorbestraft, war zum Zeitpunkt der Tat ohne Arbeit.