Die deutsche Fußballnationalmannschaft hat einen neuen Manager. Laut „Bild“ wird Rudi Völler das Erbe von Oliver Bierhoff antreten. Dem Bericht zufolge hat eine Sitzung der DFB-Task-Force, an der Hans-Joachim Watzke, Bernd Neuendorf, Oliver Kahn, Karl-Heinz Rummenigge, Oliver Mintzlaff Matthias Sammer und Völler selbst teilnahmen, die Entscheidung getroffen.
Anfang der 2000er Jahre führt Rudi Völler die DFB-Auswahl als Teamchef aus der Misere.

Bierhoff-Nachfolger: Fokus soll auf Heim-EM 2024 liegen

Völler tritt die schwere Nachfolge von Oliver Bierhoff an. Dieser war nach der missglückten WM in Katar, dem dritten schwachen Turnier in Folge, von seinem Amt als DFB-Direktor zurückgetreten. 19 Jahre nach seinem letzten Spiel als Bundestrainer kehrt Völler zum DFB zurück. Er soll seinen Fokus auf die optimale Vorbereitung der Nationalmannschaft auf die Heim-EM im Jahr 2024 legen. Nach dem wiederholten Vorrundenaus bei einer Fußball-WM ist die Sorge groß, dass die sportliche Leistung den Erwartungen für das Turnier nicht entsprechen.
Bis Sommer letzten Jahres war Völler in Leverkusen als Geschäftsführer Sport tätig. Mit Ausnahme seiner Tätigkeit als Teamchef sowie einem kurzen Aufenthalt als Trainer der AS Rom war Völler seit 1996 bei seinem letzten Klub als aktiver Spieler tätig.

Fredi Bobic bleibt bei Hertha

Zuerst sah alles nach Hertha-Vorstand Fredi Bobic aus, am Ende wurde es doch Völler. Bobic wird beim Dauerkrisen-Klub in Berlin bleiben. "Ich bin happy bei Hertha, habe eine anspruchsvolle Position. Ich denke nur an Hertha BSC. Dass mein Name gespielt wird, ist vielleicht auch Wunschdenken", sagte er nach Informationen von ntv.
Völler hatte sich im Vorfeld zurückhaltend zu den Gerüchten um seine Person geäußert. "Grundsätzlich" sehe seine Lebensplanung eine Rückkehr zum DFB nicht vor, hatte er die "Bild" wissen lassen. Danach hatte er sich nicht mehr öffentlich zu der Debatte geäußert.