Karlsruhe/Wörth Rheinbrücke: Beton verursacht Verzögerungen bei Sanierung

Karlsruhe/Wörth / DPA 15.08.2018

Probleme mit Beton führen zu Verzögerungen bei der Sanierung der Rheinbrücke zwischen dem badischen Karlsruhe und dem pfälzischen Wörth. Wie das Regierungspräsidium Karlsruhe am Mittwoch mitteilte, gelang es dem beauftragten Unternehmen bislang nicht, die Probeplatte aus dem erforderlichen hochfesten Beton herzustellen. Nach Vor-Prüfungen sah die Behörde „noch Optimierungsbedarf“. Auch eine verbesserte Variante ist demnach nicht gut genug.

Nach neuem Zeitplan soll die Probeplatte nun Ende September betoniert werden - eineinhalb Monate später als geplant. Die Brückensanierung soll dennoch nach Plan im Dezember 2019 abgeschlossen sein, weil nun auch im Januar und Februar an der Brücke gearbeitet werden soll.

Die sanierungsbedürftige und überlastete Brücke, die täglich rund 80 000 Fahrzeuge passieren, soll langfristig durch eine neue Brücke ersetzt werden. Die Planungen für den Brückenbau sind sowohl in Rheinland-Pfalz als auch in Baden-Württemberg abgeschlossen. Die Planfeststellungsbeschlüsse wurden erlassen.

Doch das vom Bund finanzierte, mehr als 100 Millionen Euro teure Projekt ist heftig umstritten. Naturschützer klagen dagegen, weil sie seltene Tierarten bedroht sehen. Die Stadt Karlsruhe wiederum wehrt sich gegen Flächenverbrauch, sieht die Verkehrsanbindung nicht geklärt und auch artenschutzrechtlich „unüberwindliche Hindernisse“.

RP zur Rheinbrückensanierung

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