Fellbach Rentner mit Spielzeugpistole sorgt für zwei Polizeieinsätze

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: Friso Gentsch/Archiv
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: Friso Gentsch/Archiv © Foto: Friso Gentsch
Fellbach / DPA 12.09.2018
Schuld ist die „Bild“-Zeitung: Gleich zweimal binnen kurzer Zeit hat ein Rentner in Fellbach mit Spielzeugpistole die Polizei in Alarmbereitschaft versetzt.

Ein 72-Jähriger, der mit seiner Spielzeugpistole in Fellbach hantierte, hat in dieser Woche schon den zweiten Polizeieinsatz ausgelöst. Am Dienstagnachmittag rückten in der Bahnhofstraße vier Streifenwagen an, weil dort der Rentner, der schon am Montag aufgefallen war, erneut mit einer Plastikpistole unterwegs war.

Beim zweiten Fall sollte der Polizeieinsatz vom Montag für Fotos der „Bild“-Zeitung nachgestellt werden. Einem Anwohner kam aber der Mann mit seiner schwarzen „Waffe“, der von einem anderen Mann fotografiert wurde, verdächtig vor und alarmierte die Polizei. Die „Bild“-Zeitung hatte auch zuerst als erstes über den Vorfall berichtet.

Männer mussten sich hinlegen und wurden gefesselt

Beim zweiten (Fehl-)Alarm kamen die Beamten mit vier Streifenwagen. Weil die Polizei in solchen Fällen von einer scharfen Schusswaffe ausgehen muss,  mussten sich die beiden Männer umgehend auf den Boden legen, berichtet die Polizei. Zudem wurden sie kurzzeitig mit Handschellen gefesselt. Die Verdächtigen seien den Anweisungen nachgekommen, sodass sich der Sachverhalt rasch aufgelöst habe.

Es sei schwierig gewesen, die Pistole von einer echten Waffe zu unterscheiden, erläutert Pressesprecher Rudolf Biehlmaier vom Polizeipräsidium Aalen. Das Spielzeug habe wie eine schwarze Pistole ausgesehen, hatte aber vorne einen roten Punkt. Mit ihr könnten Spielzeugpfeile verschossen werden. Aus Biehlmaiers Sicht hat der Anwohner richtig reagiert. „Die Leute sind sensibilisiert.“ In Zeiten von Amoklagen und Terrorismus sei es erwünscht, dass man in solchen Situationen die Polizei ruft.

Der Polizeisprecher warnt vor derartigen Aktionen. Bei einer „falschen Bewertung hätte die Situation auch ins Auge gehen können“. Um eine Fehleinschätzung durch die Polizei zu vermeiden, wäre es Biehlmaiers Ansicht nach richtig gewesen, das Fotografieren vorher bei der Polizei anzumelden.

Erste Mitteilung zu dem Fall

Zweite Mitteilung zu dem Fall

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