Islam Ramadan: Ein Monat lang Fasten und gute Taten

Ziemlich fertig: die Zentralmoschee an der Venloer Straße in Köln-Ehrenfeld.
Ziemlich fertig: die Zentralmoschee an der Venloer Straße in Köln-Ehrenfeld. © Foto: dpa
Köln / dpa 26.05.2017

Kein Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr: Einen Monat lang gilt für Muslime dieser Verzicht zwischen dem Beginn der Morgendämmerung und dem Sonnenuntergang. Der Fastenmonat Ramadan bricht an. Ausgeschlossen von der Fastenpflicht sind nur Reisende, Schwangere, stillende Mütter, Kinder, Kranke und Alte.

Für Muslime ist das Fasten, das jeweils im neunten Monat des islamischen Mondjahres stattfindet, eine der fünf Säulen ihrer Religion. Die anderen sind das Pilgern nach Mekka, die täglichen Gebetszeiten, das Glaubensbekenntnis zu Allah als einzigem Gott und das Almosengeben. Der Ramadan endet mit dem dreitägigen Fastenessen vom 25. bis 27. Juni.

Durch das Fasten soll deutlich werden, dass die Religion einen höheren Wert hat als das tägliche Leben. Der Ramadan ist auch der Monat der Nächstenliebe und der guten Taten. Das tägliche Fasten endet mit dem gemeinsamen Abendessen, dem Iftar.

Schüler sollen abends essen

Die Schulpflicht gilt auch während des Ramadans. Schulleitungen können im Einzelfall entscheiden, ob sie Kinder von einzelnen schulischen Veranstaltungen, etwa einem Sportfest, befreien. Andererseits können ältere muslimische Schüler, die fasten, abends genügend essen und trinken, sagt der Islamrats-Vorsitzende Burhan Kesici.

Der türkisch-islamische Dachverband Ditib in Köln hofft, dass er am Samstag den 1200 Leute fassenden Kuppelsaal der neuen Zen­tralmoschee in Köln-Ehrenfeld einweihen kann, an der seit acht Jahren gebaut wird. Vergangene Woche Mittwoch ist der goldene Halbmond aufs Dach gehoben worden. Die Monteure stellten allerdings fest, dass die Halterung für das 15 Kilogramm schwere Teil zu schwach für den Fall war, dass ein Sturm kommt. Die Endmontage soll schnellstens nachgeholt werden.

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