Rund 600 Frauen sind gebeten, an diesem Samstag und Sonntag in Büdingen (Wetteraukreis) freiwillig eine Speichelprobe abzugeben. Die Ermittler hoffen, dadurch die Mutter des Mädchens zu finden und Informationen über die genauen Todesumstände zu bekommen.
Am 1. April 1999 hatte ein Spaziergänger an einem Feldweg bei Büdingen den in Plastiktüten verpackten Leichnam des neugeborenen Babys gefunden. Den Ermittlungen zufolge dürfte der Müllsack schon einige Monate in dem Bereich gelegen haben. Die rund 600 zur Speichelprobe geladenen Frauen waren zum Zeitpunkt des Leichenfundes zwischen 13 und 30 Jahre alt und wohnten damals im Raum Büdingen.
2019 gelang es, eine vollständige DNA des Kindes aus sichergestellten Leberzellen zu extrahieren. Das eröffnete die Möglichkeit für den Reihentest. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Gießen erwartet abschließende Untersuchungsergebnisse erst im Lauf des nächsten Jahres.