Schlaf Pyjama, Nachthemd oder gar nichts? Freiheit unter der Bettdecke

Ein Nacktschläfer schlummert tief und fest.
Ein Nacktschläfer schlummert tief und fest. © Foto: Shutterstock.com
Berlin / Michael Gabel 18.07.2017

Der Nacktschläfer – nicht zu verwechseln mit der Nacktschnecke – ist eine ganz besondere Spezies. Acht Prozent der Menschen in der westlichen Welt wollen sich nachts nicht in einen Pyjama zwängen, sondern leben ihre Freiheit aus, indem sie alles Unnötige weglassen. Zumindest unter der Bettdecke. Dann fühlen sie sich wohl und schlafen tief und fest bis zum nächsten Morgen. Es gibt auch weibliche Exemplare. Das berühmteste: Marilyn Monroe, die einmal sagte, im Bett trage sie nur ein paar Tropfen des Parfüms Chanel No. 5. Doch Schlafmediziner Professor Thomas Penzel von der Berliner Universitätsklinik Charité warnt: Bei Nacktschläfern steige das Risiko für Erkältungen. „Dies gilt vor allem dann, wenn man kühlende Luft direkt auf seine Haut streichen lässt – sei es durch Klimaanlage, Ventilator oder ein offenes Fenster.“

Immerhin: Es gibt auch positive Aspekte des hüllenlosen Schlafens. Eine Studie im Auftrag des britischen „Journal of Happiness“ hat herausgefunden, dass dieser Personenkreis öfter Sex hat. Und da es wissenschaftlich erwiesen sei, dass es Paare glücklich mache, wenn sie mindestens einmal in der Woche intim sind, sei dies auch gesundheitsfördernd. Denn Glück befördert das gesundheitliche Wohlbefinden.

Was also folgt daraus? Nackt ist gesund – allerdings nicht unbedingt an der frischen Luft.