Frankfurt Psychologin: Flugangst kann man gut wieder loswerden

Frankfurt / SVEN KAUFMANN 09.07.2016

Flugangst kann ganz unvermittelt auftreten – auch wenn man schon oft ohne größere Probleme geflogen ist. Sie sei eine erworbene Angst, die man auch wieder verlieren kann, sagt die Frankfurter Psychologin Darina Augapfel.

Was sind aus Ihrer Erfahrung die Hauptgründe für Flugangst?

DARINA AUGAPFEL: Das ist vor allem Stress. Wenn man unter Stress steht, können Ängste stärker werden. Man sagt, dass etwa jeder vierte Reisende ein Unbehagen beim Fliegen hat. Und wenn man vorher schon ein Unbehagen hatte, kann es passieren, dass man bei einem Flug diese unangenehmen Gefühle ans Fliegen koppelt. Dann kann Flugangst entstehen.

Was sind die häufigsten Symptome?

AUGAPFEL: Flugangst ist im Grunde genommen eine potenzierte Stressreaktion. Man hat Herzrasen, Atemnot, Übelkeit, Beklemmungen, muss oft auf die Toilette. Und man hat ein enormes Vermeidungsbedürfnis, möchte der Situation unbedingt ausweichen, wenn man könnte.

Kann Flugangst auftreten, wenn man vorher schon viele Male ohne Probleme geflogen ist?

AUGAPFEL: Ja, das ist möglich, wenn ein bestimmter Stressgrad erreicht ist. Dabei ist das Fliegen dann nicht unbedingt die Ursache, sondern eher der Auslöser.

Erleben Sie, dass die Ängste nach Flugzeugabstürzen oder Terroranschlägen größer werden?

AUGAPFEL: Nur ganz kurzfristig, vielleicht für ein paar Tage. Danach lässt das wieder nach.

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