Psychologie Psychologie: So klappt es mit den Hausaufgaben

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Mathias Puddig 12.10.2017
Was hat Batman mit Hausaufgaben zu tun? Unter Umständen kann zumindest sein Fledermaus-Kostüm die Hausaufgaben beflügeln. Meinen Psychologen.

Der Joker war kein Problem, der Pinguin nicht und Two-Face auch nicht. Batman erledigt sie alle. Doch gilt das auch für den absoluten Endgegner aus ach-so-vielen Kindheiten? Die Hausaufgaben? Psychologen der Universität von Pennsylvania haben das untersucht. Und sie kommen zu einem klaren Ja. Sie raten deshalb genervten Eltern: Bockt das Kind bei den Hausaufgaben (oder auch anderen unangenehmen Arbeiten), dann sollte es einfach in ein Superhelden-Kostüm gesteckt werden. Klingt beknackt, hilft aber.

Dahinter steckt vermutlich ein einfacher psychologischer Effekt: Superheldenumhang und -maske erleichtern es den Kindern, sich von sich selbst zu distanzieren und in die fremde Rolle zu schlüpfen. Sie beurteilen dann quasi von außen ihr Verhalten. Die Folge des von den Psychologen „Batman-Effekts“ genannten Phänomens: Die Kinder quengeln nicht mehr über komplizierte Bruchrechnungen und monotone Vokabellisten, sondern fragen sich: Würde Batman die Aufgabe erledigen? Die Antwort liegt auf der Hand.

Vermutet wird nun, dass der „Batman-Effekt“ auch für Erwachsene gilt. Andere Studien deuten es das zumindest an. Dabei gibt es überhaupt keinen Grund, auf die Forschungsergebnisse zu warten. Wer Mühe hat, seine Aufgaben zu erledigen, der kann doch schon jetzt in ein Superheldenkostüm schlüpfen. Batman würde doch auch nicht auf Wissenschaftler warten.