Stuttgart Prozess um Prügelattacke: Großkreutz muss nicht aussagen

Stuttgarts Kevin Großkreutz sitzt auf dem Spielfeld. Foto: Deniz Calagan/Archiv
Stuttgarts Kevin Großkreutz sitzt auf dem Spielfeld. Foto: Deniz Calagan/Archiv © Foto: Deniz Calagan
DPA 04.01.2018

In der Neuauflage des Prozesses um eine Prügelattacke auf Fußballprofi Kevin Großkreutz muss der Weltmeister von 2014 definitiv nicht aussagen. Bei der Berufungsverhandlung eines vom Amtsgericht Stuttgart verurteilten Schlägers gehe es nur noch um eine mögliche Reduzierung der Strafe, sagte ein Sprecher des Landgerichts am Donnerstag. Zeugen seien für die Verhandlung nicht geladen. Der zweite verurteilte Schläger hat seine Berufung gegen das Urteil vom 5. Oktober nach Auskunft seines Anwalts zurückgezogen. Auch die Staatsanwaltschaft hat Berufung eingelegt.

Die bei ihrer Verurteilung 17 und 18 Jahre alten Männer waren wegen einer nächtlichen Prügelattacke auf den Fußballer zu Haftstrafen verurteilt worden. Großkreutz war dem Prozess ferngeblieben. Die Schlägerei im Februar hatte den VfB Stuttgart veranlasst, sich von dem 29-Jährigen zu trennen. Er wechselte zu Zweitligist Darmstadt 98.

Bei der Berufungsverhandlung am Landgericht geht es am 24. Januar nur noch um das Urteil gegen einen jungen Mann, der den am Boden liegenden Großkreutz gegen den Kopf getreten haben soll. Der Angeklagte stand zur Tatzeit unter Bewährung und erhielt wegen gefährlicher Körperverletzung eine Jugendstrafe von zwei Jahren und neun Monaten Haft. Der Mittäter, der den Fußballer geschlagen haben soll, hat seine Jugendstrafe von einem Jahr und sieben Monaten Haft unter Einbeziehung eines anderen Urteils laut seinem Anwalt angenommen.