Ulm Prozess um illegalen Waffen- und Drogenhandel: Urteile

Das Gebäude des Amt- und Landgerichts. Foto: Stefan Puchner/Archiv
Das Gebäude des Amt- und Landgerichts. Foto: Stefan Puchner/Archiv © Foto: Stefan Puchner
Ulm / DPA 27.07.2018

In einem Prozess um illegalen Handel mit Kriegswaffen und Drogen vor dem Landgericht Ulm werden heute die Urteile erwartet. Angeklagt sind zwei Männer im Alter von 42 und 63 Jahren. Der 42-Jährige soll 2017 in Bosnien ein Sturmgewehr des russischen Typs Kalaschnikow und vier Handgranaten sowie drei Pistolen samt Munition besorgt und nach Ulm gebracht haben. Dem Älteren, der mehrfach vorbestraft ist, wird vorgeworfen, die Waffen aufbewahrt zu haben, um sie weiterzuverkaufen.

Zudem soll der 63-Jährige 50 Gramm Kokain verkauft und weitere 50 Gramm im Besitz gehabt haben. Ihm wird neben Verstößen gegen das Waffengesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz auch bewaffneter Handel mit Betäubungsmitteln vorgeworfen, da er beim Verkauf des Kokains eine Waffe bei sich gehabt haben soll. Als Kriegswaffen gelten in dem Fall die Handgranaten und das Sturmgewehr.

Für den 42-Jährigen forderte die Staatsanwaltschaft vier Jahre Haft. Die Verteidigung beantragte eine Bewährungsstrafe. Der 63-Jährige soll nach dem Willen der Anklagebehörde für sieben Jahre und sechs Monate hinter Gitter. Die Verteidigung plädierte auf eine Strafe von maximal drei Jahren und sechs Monaten.

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