Den Krankenkassen ist laut Anklage ein Schaden von rund 1,3 Millionen Euro entstanden. Die Mediziner hatten demnach in den Jahren 2005 bis 2011 gemeinsam ein Laserzentrum betrieben. Dort seien Patienten von einer Ärztin - sie steht wegen Beihilfe zum Betrug vor Gericht - behandelt worden, der die nötige Zulassung der Kassenärztlichen Vereinigung gefehlt habe. Die neun als Haupttäter angeklagten Hautärzte sollen diese Behandlungen als eigene abgerechnet haben. Dies verstößt gegen die Abrechnungsregeln. Einige Behandlungen seien zudem doppelt abgerechnet worden. Die Ermittlungen kamen 2010 nach Hinweisen durch die Kassenärztliche Vereinigung in Gang. Für den Prozess vor der 2. Großen Strafkammer sind zunächst 14 Verhandlungstage bis Anfang Februar 2021 anberaumt.