Angeklagt sind der 26 Jahre alte ehemalige Partner der Frau und ein gleichaltriger Mann. Den beiden Syrern wird versuchter Schwangerschaftsabbruch in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen.
Der ehemalige Partner soll versucht haben, das ungeborene Kind seiner damals 17 Jahre alten Freundin zu töten. Bei zwei Gelegenheiten, am 27. Oktober 2019 und am 13. April 2020, habe er mit jeweils einem Mittäter Angriffe auf seine schwangere Freundin inszeniert, damit diese das gemeinsame Kind verliert, hieß es in der Anklage. Beim zweiten Angriff, an dem der Mitangeklagte beteiligt gewesen sein soll, bekam die im achten Monat Schwangere vorzeitige Wehen. Das Kind kam mit einem Notkaiserschnitt zur Welt und erlitt nach Angaben eines Gerichtssprechers keine bleibenden Schäden.
Die Staatsanwaltschaft hat für den Vater des Kindes dreieinhalb Jahre Haft gefordert, für den Mitangeklagten eine Bewährungsstrafe von anderthalb Jahren. Die Verteidiger haben Freispruch für ihre Mandanten beantragt.
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Aktenzeichen: 948 Ls 28/21
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